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Bergen Stadt Geschichte der Berger Wehren erhalten
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Geschichte der Berger Wehren erhalten
18:22 14.06.2010
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Bergen Stadt

Es sind ehrwürdige Oldtimer der Brandbekämpfung, die bei den Wehren im gesamten Stadtgebiet Bergen noch vorhanden sind. Da ist zum Beispiel die Handdruckspritze von 1882, die die Feuerwehr Nindorf noch hat, oder der Schlauchkarren von 1910 in Wardböhmen oder auch die mechanische Rettungsleiter von 1921 aus Bergen.

„Teilweise stehen die alten Fahrzeuge und Geräte als Leihgabe im Museum in Neu Tramm oder in Scheunen“, sagt Bergens Ortsbrandmeister Peter Meinecke. Schon in den Fünfziegerjahre des vergangenen Jahrhunderts hat die Altersabteilung der Berger Feuerwehr damit angefangen, die ausrangierten Geräte zu erhalten. „Damals“, erinnert sich Albert Michaelis an den Beginn, „hatten wir noch drei Handdruckspritzen“. Zwei wurden verschrottet, weil im damaligen Feuerwehrhaus der Platz fehlte, um sie zu beherbergen. Danach hat die Altersabteilung die Erhaltung der alten Geräte in die Hand genommen, damit so etwas nicht wieder passiert. Das Sichern der ehemaligen Ausrüstung ist für ihn mehr als nur das Sammeln von alten Geräten. „Zukunft gestaltet sich aus der Vergangenheit und an den Fahrzeugen können wir zeigen, wie sich die Brandbekämpfung im Stadtgebiet Bergen über die Jahrzehnte gewandelt hat“, sagt Michaelis.

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Doch der Erhalt der Geräte kostet Geld. „Das geht los bei Farbe und dem Kauf von Ersatzteilen“, sagt Bergens Ortsbrandmeister Meinecke. Dazu kommen Mietzahlungen für Scheunen, in denen die alten Geräte untergestellt sind. Langfristig können sich die Verantwortlichen auch vorstellen, eine Ausstellung im Stadtgebiet Bergen zu schaffen, um die Geschichte der Berger Wehren zu dokumentieren. Es geht Meinecke, seinem Stellvertreter Mark Tranter und Albert Michaelis, aber nicht nur um die finanzielle Seite bei der Gründung des Vereins. „Wir möchten auch, dass sich eine Gemeinschaft gründet, die sich für die Bewahrung dieser Geschichte verantwortlich fühlt und darum kümmert“, sagt der Berger Ortsbrandmeister. Deshalb betont er auch, dass dieser Verein unabhängig von der Feuerwehr sein soll. „Nicht nur Feuerwehrleute, sondern jeder, der sich für die Geschichte interessiert und an deren Erhalt mitwirken möchte, kann und soll in diesem Verein Mitglied werden“, sagt Meinecke. Er hofft auf eine hohe Beteiligung aus allen Orten im Stadtgebiet Bergen.

Termin: Die Gründungsversammlung der Fördervereins „Historische Feuerwehrfahrzeuge und Geräte in der Stadt Bergen“ beginnt am Dienstag, 22. Juni, 19.30 Uhr, im Feuerwehrhaus Berger, Fuhrhopsweg 6. Aus der Tagesordnung stehen unter anderem die Erläuterung zur Entwicklung des Fördervereins, die Verabschiedung einer Satzung nach Aussprache, bei der es auch um die Frage des Mitgliedsbeitrages gehen wird, und die Wahlen des ersten Vorstandes.

Historische Feuerwehrfahrzeuge und damit die Geschichte der Brandbekämpfung in der Stadt Bergen. Die will ein neuer Förderverein pflegen, der sich am kommenden Dienstag, 22. Juni, 19.30 Uhr im Feuerwehrhaus Bergen gründen will. Es geht dabei sowohl um das Sammeln von Spenden als auch die Gründung einer Gemeinschaft, die sich für die Bewahrung dieser Geschichte einsetzen will.

Von Tore Harmening