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Bergen Stadt Ein Blick in die (digitale) Zukunft
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Ein Blick in die (digitale) Zukunft
16:09 13.03.2019
Von Christopher Menge
Jörg Wiederhold (links) und Rainer Prokop hatten geladen: 150 Gäste kamen zum Jahrestreffen ins Berger Stadthaus. Quelle: Oliver Knoblich
Bergen

Welche Reden werden wohl in fünf Jahren beim gemeinsamen Jahrestreffen, zu dem der Standortälteste und die Stadt Bergen traditionell einladen, geschwungen? Berichtet Oberst Jörg Wiederhold dann davon, dass die ersten Schritte der Digitalisierung auf dem Truppenübungsplatz Bergen erfolgreich umgesetzt worden sind? Kann der Celler Landtagsabgeordnete Jörn Schepelmann (CDU) dann verkünden, dass es in Niedersachsen an jeder Milchkanne schnelles Internet gibt? Die Antworten stehen in den Sternen. Dass beim Jahresempfang am Dienstagabend im Berger Stadthaus dennoch über das Jahr 2024 philosophiert wurde, lag an Bürgermeister Rainer Prokop, der etwas flapsig sagte, dass das Motto "Hightech in der Heide – Digitalisierung auf allen Ebenen" vielleicht fünf Jahre zu früh gewählt worden sei.

Niedersachsen hinkt bei Digitalisierung hinterher

"Ich habe in der Celleschen Zeitung gelesen, dass Niedersachsen bei der Digitalisierung hinterher hinkt – und das ist auch so", sagte Prokop. "Bei vielen Sachen reicht es nicht, dass sie digital übermittelt werden, stattdessen verschicken wir körbeweise Papier." Schepelmann widersprach dem Berger Bürgermeister nicht. "Deswegen haben wir den Masterplan Digitalisierung verabschiedet, daran müssen wir uns messen lassen", so der Landespolitiker. Oberst Wiederhold berichtete, dass es Ende 2018 eine ministerielle Weisung gegeben habe, die in einem Konzept enden solle, um die Digitalisierung der Truppenübungsplätze und deren Vernetzung zu erreichen.

Bergen gewinnt Einwohner hinzu

Dass es unmöglich ist, zu sagen, was in fünf Jahren sein wird, zeigt auch ein Blick zurück. Vor fünf Jahren war Bergen eine ganz andere Stadt. Doch dann kam der Britenabzug, auf den Prokop in seiner Rede einging. Detailliert stellte er die Aufgaben der Stadtentwicklung seitdem dar. Stolz präsentierte er in diesem Zusammenhang die Entwicklung der Bevölkerungszahlen. 1000 Einwohner habe Bergen in den vergangenen Jahren hinzugewonnen. Und das Ende dieses positiven Trends ist nach Auffassung von Prokop noch nicht erreicht. Der Verwaltungschef rechnet damit, dass 1000 bis 1500 weitere Bürger hinzukommen könnten, wie er am Dienstagabend sagte. "Darauf müssen wir die Infrastruktur anpassen", sagte Prokop und verwies auf die Pläne, auf dem Grundstück des ehemaligen Wavell Centres eine Kindertagesstätte bauen zu wollen.

SVO und Deutsche Glasfaser wollen Breitband in Bergen ausbauen

Für die digitale Infrastruktur wollen in Bergen der Landkreis Celle, die Deutsche Glasfaser und die SVO durch den Breitbandausbau sorgen, wie Prokop sagte: "Ich bin gespannt, wie viele Jahre wir brauchen."

Oberst Wiederhold verabschiedet Prokop

Oberst Wiederhold betonte, dass "wir in einer Welt leben, in der es auf Partner ankommt". Schließlich gebe es gewaltige Veränderungen – im technologischen Fortschritt, im Klimawandel, in der Verteilung von Wohlstand und im globalen Gleichgewicht der Mächte. "Diese Veränderungen bergen Unsicherheit, aber sie bringen auch Chancen", so der Standortälteste, der es sich am Ende seiner Rede nicht nehmen ließ, Rainer Prokop offiziell zu verabschieden und ihm drei Flaschen Wein zu überreichen.

Denn fest steht: Für den 68-Jährigen war es das letzte Jahrestreffen in seiner Funktion als Bürgermeister. In fünf Jahren lauscht er dann möglicherweise als Gast den Reden beim Berger Jahrestreffen.

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