Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Bergen Stadt Landwirtschaftsministerin will Celler Bauern unterstützen
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Landwirtschaftsministerin will Celler Bauern unterstützen
16:23 16.03.2018
Von Carsten Richter
Daumen hoch: Landvolk-Geschäftsführer Martin Albers (links) und Vorsitzender Jürgen Mente haben im Berger Stadthaus Ministerin Barbara Otte-Kinast Saattütchen der CZ-Aktion „Celle blüht auf“ überreicht. Quelle: David Borghoff (2)
Bergen Stadt

Ihre zentrale Botschaft lautete dabei: gemeinsam mit den Landwirten vor Ort nach Lösungen suchen. "Die Verbesserung des Miteinanders steht für mich im Vordergrund. Der Gesprächsbedarf ist schließlich groß", sagte Otte-Kinast. Eine enge Zusammenarbeit sei beispielsweise bei der Prävention der Afrikanischen Schweinepest erforderlich, die bei einem Ausbruch in Deutschland verheerende Folgen für die Schweinehalter hätte. Der Tierschutzplan, der 2011 initiiert worden war, müsse weiter angepasst werden. Wenn es um das Wohl der Tiere gehe, müssten auch der Transport und die Schlachtung von Schweinen berücksichtigt werden.

Als "Mammutaufgabe" bezeichnete die Ministerin die neue Düngeverordnung. Noch seien die Nährstoffüberschüsse mit rund 70.000 Tonnen Stickstoff und 30.000 Tonnen Phosphat pro Jahr zu hoch. Otte-Kinast sagte den Landwirten Hilfestellungen zu. Allerdings müssten auch die Bauern ihr Entgegenkommen signalisieren. Gemeinsames Ziel sei es, eine Existenzgrundlage für die nachfolgenden Generationen zu schaffen. "Landwirtschaft ist Wirtschaft. Der Tier- und Umweltschutz ist nur gesichert, wenn auf den Höfen die Wirtschaftlichkeit stimmt", sagte die Ministerin unter großem Beifall. Um die Lebensqualität der Landwirte zu stärken, sei der Ausbau der digitalen, aber auch der traditionellen Infrastruktur von Bedeutung.

Lobende Worte fand sie für die CZ-Aktion "Celle blüht auf" zum Schutz von Insekten. Mit dem kostenlosen Erwerb der Saatmischung „Blühende Landschaft“ kann jeder dazu einen Beitrag leisten. "Das ist großartig. Warum gibt es so etwas nicht landesweit? Da muss auf kommunaler Ebene mehr getan werden", sagte die Ministerin. Ohne Bienen gebe es kein Leben – dafür seien die Menschen zu sensibilisieren. Auch Landvolk-Vorsitzender Jürgen Mente sagte, dass er die Aktion gerne unterstützt.

Einen besonderen Abend erlebte Annemarie Strüber aus Adelheidsdorf: Mente ehrte die ehemalige Vorsitzende des Landfrauenvereins Celle für ihr jahrzehntelanges Engagement für die Interessen der Landfrauen und die Landwirtschaft. Unter anderem hatte Strüber den Dorfladen in Großmoor ins Leben gerufen und Kochbücher veröffentlicht. Dafür wurde sie mit der silbernen Ehrennadel des Landvolk-Kreisverbandes ausgezeichnet.

Keinen Meter ist Robin am Mittwoch seinem Känguru Viggo von der Seite gerückt. Immer wieder drückten sich die beiden am Nachmittag im Garten. "Ich habe Viggo ganz doll lieb und will nicht, dass er weggeht", sagte der Siebenjährige. Der Landkreis Celle hatte der Berger Familie, die seit drei Jahren ein Bennett-Wallaby bei sich hält, gedroht, das Tier am Mittwoch abzuholen. Schließlich ist das Reihenhaus samt Garten an der Exiner Straße in Bergen nach den Vorschriften 50 Quadratmeter zu klein. Doch möglicherweise sorgt eine CZ-Leserin für ein Happy End in der Geschichte. Sie meldete sich bei der Celleschen Zeitung und bot der Familie ein Haus in Schmarbeck-Grube an. Nächste Woche soll der Mietvertrag unterschrieben werden.

Christopher Menge 16.03.2018

Groß war der Aufschrei im vergangenen Jahr bei vielen, als bekannt wurde, dass möglicherweise das Gemeindehaus der St.-Lamberti-Gemeinde einem Supermarkt weichen soll. Von "reizvollen Gedankenspielen" spricht Bergens Bürgermeister Rainer Prokop heute. "Ernsthaft will das keiner mehr", so der Verwaltungschef. "Auch von den Möglichkeiten der Anlieferung und von Parkplätzen ist das nicht vorstellbar. Wir haben die Idee verworfen." Doch wo soll sich der Lebensmittelladen stattdessen ansiedeln? Dazu gibt es im Berger Rathaus derzeit zwei Gedankenspiele: der Standort der ehemaligen NAAFI/Stadtpassage oder das Grundstück von Kruse-Wurst zwischen Celler Straße und Bergstraße. Dort war die Fabrik, in der Würstchen für den Fleischkonzern Meica hergestellt worden sind, im September geschlossen worden.

Christopher Menge 09.03.2018

Als Sandra Arndt ihrer Tochter Angela das neueste Schreiben vom Landkreis Celle zeigt, wird die 13-Jährige ganz traurig. "Jede Familie ist doch unterschiedlich", sagt sie. "Wir sehen nicht aus wie Kängurus, aber wir sind doch Viggos Familie. Robin und ich sind doch wie Geschwister für ihn." Seit knapp drei Jahren lebt das Känguru bei der Berger Familie, doch jetzt droht der Landkreis endgültig mit der Wegnahme. "Sollten Sie die genannten Unterlagen/Informationen nicht fristgerecht bis zum 13. März darbringen, sehe ich mich gezwungen, die angedrohte Fortnahme und pflegliche Unterbringung des von Ihnen gehaltenen Bennett-Wallaby ab dem 14. März anzuordnen und zu vollziehen", heißt es in dem Schreiben.

Christopher Menge 08.03.2018