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Bergen Stadt Lebenshilfe Celle feiert Rohbaufest in Bergen und erinnert an NS-Opfer
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Lebenshilfe Celle feiert Rohbaufest in Bergen und erinnert an NS-Opfer
17:10 26.01.2018
Von Christopher Menge
Quelle: Oliver Knoblich
Bergen Stadt

Die Erinnerung dürfe nicht enden, sie müsse auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. "Es ist deshalb wichtig, eine Form des Erinnerns zu praktizieren, die in die Zukunft wirkt", sagte Kasper in Anlehnung an die Worte des ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog. "Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken." Mit dem Rohbaufest wolle man dem Gedenken einen weiteren, einen positiven Aspekt anfügen: "So wie wir hier stehen, so wie wir in wenigen Monaten einziehen werden, leben wir gerne und leben wir ab jetzt mitten unter Menschen, die uns willkommen heißen", so Kasper.

Er erinnerte daran, dass Millionen Menschen in den Konzentrationslagern vernichtet wurden und dass ganz in der Nähe der neuen Einrichtung die Gedenkstätte des Gefangenen- und Konzentrationslagers Bergen-Belsen an die über 120.000 Menschen erinnert, die dort als Opfer des NS-Regimes untergebracht waren, von denen über 50.000 starben. "Und wird denken insbesondere an die Hunderttausenden Menschen mit geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen, die während der NS-Zeit in ganz Europa systematisch getötet, zwangssterilisiert und/oder Opfer von Menschenversuchen wurden", sagte Kasper.

Im Sommer soll das Haus Mozartstraße der Lebenshilfe fertiggestellt sein. Dann ziehen die neuen Mieter, die bisher am Wulfshornberg in Hustedt leben, ein. Die neue Wohnstätte in Bergen bietet kurze Wege zum Einkaufen, zu Ärzten, Banken, Freizeiteinrichtungen und zur Arbeit sowie zu weiteren Angeboten der Stadt. Bergen wurde zudem als neuer Standort ausgewählt, da sich dort schon einige Werkstätten der Lebenshilfe befinden. Die Beschäftigten können so schneller zwischen Zuhause und der Arbeit pendeln.

Kasper berichtete, dass das Haus so konzipiert sei, dass auf Veränderungen, sei es die Änderung des Unterstützungsbedarfs oder eine neue Gesetzeslage, reagiert werden könne. "Der linke Teil des Hauses kann je nach Bedarf erst im Erdgeschoss, später auch im Obergeschoss zu Appartementwohnungen mit ambulanter Unterstützung, wie wir es bereits in Wathlingen realisiert haben, umgestaltet werden", sagte Kasper. "Diese Wohnbereiche sind dann durch einen separaten Eingang, Treppenhaus und Fahrstuhl zu erreichen."

Wirklich wohl war den Mitgliedern des Haushalts- und Finanzausschusses der Stadt Bergen nicht in ihrer Haut, als die Bergerin Marianne Matz in der Sitzung am Mittwochabend im Standesamt das Wort ergriff. Die Seniorin wohnt am Horstweg, der 2014 saniert worden ist. Bis jetzt wissen die 19 betroffenen Anwohner allerdings nicht, was sie für die Straßensanierung bezahlen müssen.

Christopher Menge 25.01.2018

Die Kinder des Schulchores der Hinrich-Wolff-Schule Bergen haben am Freitag nicht schlecht gestaunt, als der Hamburger Sänger Ove sie in der Schule besuchte. Der Grund für den Besuch war "Lisa", ein Song von Ove, den der Schulchor unter der Leitung von Kristof Beuthner einstudiert hatte. Beuthner zeigte Ove daraufhin ein paar Aufnahmen der Chorversion. Ove war so begeistert davon, dass er sich entschloss, den Chor näher kennenzulernen und auch mit ihm und seiner Band OVE gemeinsam aufzutreten.

Christopher Menge 23.01.2018

„U, I, O, A“, liest Luisa langsam. In der neuen Außenstelle der Paul-Klee-Schule in Bergen hat an diesem Nachmittag gerade der Deutschunterricht der vierten Klasse begonnen. Kurz zuvor hatten die Sonderpädagogen Petra Roloff und Steffen Lindloff ihren fünf Schützlingen noch ganz genau erklärt, wie die heutige Unterrichtsstunde ablaufen wird. „Struktur ist wichtig“, sagt Schulleiter Uwe Kirchner, „Struktur und Abwechslung. Dass die Kinder hier von morgens bis abends ruhig am Tisch sitzen bleiben, das können Sie vergessen.“

23.01.2018