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Bergen Stadt Wie aus der Zeit gefallen
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Wie aus der Zeit gefallen
06:01 22.12.2018
Quelle: Kirsten Glatzer
Feuerschützenbostel

Freitagmorgen, halb zehn, in Feuerschützenbostel. Noch nieselt es nur leicht, aber innerhalb der nächsten Stunde soll daraus ein kapitaler Landregen werden. Ob man an solch einem tristen Tag überhaupt jemanden antrifft in dem 20-Seelen-Dörfchen? Ja, tatsächlich. Am Ortsrand gegenüber des Ruheforstes steht ein imposantes Zelt, davor ist ein riesiges Sonnen- oder besser gesagt Regensegel aufgespannt. Über dem offenen Feuer hängt ein gusseiserner Kessel, in dem Glühwein erhitzt wird. Im Zelt sorgt eine sogenannte Küchenhexe für wohlige Wärme, während draußen Holzscheite in Feuerschalen glühen.

Glühwein oder Punsch

„Um 10 Uhr kommt eine Firma, die hier schon seit vielen Jahren ein Event für ihre Kunden und Geschäftspartner veranstaltet. Für die gibt es dann einen Weihnachtsbaum und natürlich auch gern einen Glühwein oder Punsch“, erklärt Hans-Jürgen von Harling. Der alljährliche Weihnachtsbaumverkauf der Familie beginnt stets am Samstag vor dem dritten Advent und endet erst am Heiligabend. Unterstützt wird von Harling von der ganzen Familie. Sohn Julius und Marcel Hübner, ein Freund der Familie, der extra seinen Urlaub in diese Zeit legt, helfen mit bei den Weihnachtsbäumen. Außerdem sorgen sie fürs leibliche Wohl und dafür, dass das Feuer nicht ausgeht.

Gläser mit Quittengelee

Hel­gart von Harling ist für den stimmungsvollen Part im Zelt zuständig. Weihnachtliche Accessoires werden von unzähligen Kerzen und Windlichtern illuminiert, sogar ein Kronleuchter hängt unter dem Dach des Zeltes. Auf einem Tisch sind gedrechselte Holzschalen und -objekte arrangiert, dazwischen Gläser mit Quittengelee und Tüten mit Quittenbrot. „Früher standen wir zitternd in der Kälte und nur eine Plane schützte uns notdürftig vor Wind und Wetter. Aber wir werden mit den Jahren immer perfekter. Hier drinnen haben wir es immer herrlich gemütlich“, schwärmt Helgart von Harling. „Schön ist auch, dass das so eine Familienangelegenheit ist. Erst waren unsere Söhne mit dabei, jetzt noch die Enkel – und wir Alten dürfen auch weiter mitspielen“, fügt sie lachend hinzu. „Das macht einfach Spaß, da ist dann das Wetter vollkommen egal.“

Weihnachtsbaumverkauf seit 40 Jahren

Es kommen viele hierher, die den Weihnachtsbaumverkauf in Feuerschützenbostel schon aus ihrer Kindheit kennen und jetzt selbst ihre Enkel mitbringen. „Wir machen den Weihnachtsbaumverkauf bereits seit 40 Jahren. Seit bestimmt bald 20 Jahren kommen sogar Kunden aus Berlin und Hamburg, die sich hier verabreden, ihren Weihnachtsbaum schlagen und anschließend am Feuer Weihnachtslieder singen“, erzählt Hans-Jürgen von Harling.

Es ist wohl dieser Charme der Ursprünglichkeit und Einfachheit, der vielen so gut gefällt. Hier gibt es keine Wurst vom Grill und keinen großen Rummel. Keine Musik vom Band, keine Lichterketten, sondern eben nur Glühwein, Tee, Kerzen- und Feuerschein. Auch den Baum selbst auszusuchen und zu schlagen gehört zu diesem besonderen Event einfach dazu. Da lässt sich niemand den Spaß von den paar Regentropfen verderben.

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Von Kirsten Glatzer

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