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Bergen Stadt Renovierter Saal wird zur Winterkirche
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Renovierter Saal wird zur Winterkirche
14:37 13.06.2010
Wolfgang und Katharina Gafrunke lassen sich vo den Pastoren Matthias Winkelmann und Axel Stahlmann (rechts) ein Werbeplakat erklären. Quelle: Björn Schlüter
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Das Plakat zeigt einen älteren Herren auf der Leiter beim Äpfelpflücken, dazu schreibt ein Versicherer „Pass auf, Adam!“ und wirbt so für seine Produkte. Es ist nur eines von über 200 Ausstellungsstücken, dass die St. Lamberti-Gemeinde seit Sonntag in ihrem renovierten Gemeindehaus den Besuchern präsentiert. Der Neujahrsempfang der Gemeinde bildete zugleich den Auftakt der Werbungs-Ausstellung „Himmlisch gut oder teuflisch schlecht“ sowie der Winterkirche.

Rund 250 Besucher aus der 7200 Seelen zählenden Gemeinde begingen gemeinsam mit den Pastoren Axel Stahlmann und Matthias Winkelmann den Auftakt zur Gottesdienstreihe „Winterkirche“. Der Gottesdienst wird dabei im Gemeindesaal abgehalten. Für Winkelmann nach der längeren Umbauphase ein ganz besonderer Moment. Seit dem 22. Oktober habe sich das Erscheinungsbild des Gemeindehauses komplett gewandelt, was vor allem der ehrenamtlichen Arbeit vieler Helfer zu verdanken sei. „Wir haben sämtliche Tapeten abgerissen, die gesamte Elektrik neu verlegt, Schall- und Brandschutzauflagen erfüllt und die Räume umgruppiert“, erklärt der Pastor. „Das Gemeindebüro rückt damit ins Zentrum und ein neuer Jugendbereich wurde auch geschaffen.“

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Er schätzt das Kostenvolumen für den Umbau auf rund 100000 Euro. Stahlmann: „Allein die ehrenamtliche Arbeit ist davon bestimmt die Hälfte wert. Dazu kommen viele Spenden von Firmen, so dass wir am Ende rund 30000 Euro an Kosten zu tragen haben werden.“

Zeit für Gemeindearbeit habe er während des Umbaus kaum gehabt. Die wenigen übrig gebliebenen Aktivitäten mussten wegen der Baustelle komplett in der St. Lamberti-Kirche stattfinden. Umso schöner sei es daher, dass der Auftakt der Winterkirche, der Neujahrsempfang und die Ausstellung das umgebaute Gemeindehaus gebührend einweihen.

Zum ersten Mal präsentiert Stahlmann einem breiteren Publikum seine Privatsammlung von Werbeanzeigen mit kirchlichen Motiven. „Ich habe zehn Jahre gebraucht, um diese Beispiele zusammengetragen“, erklärt er. „Teils sind darunter sehr gute Werbungen, die durchaus auch der Kirche Vorbild sein könnten. An anderer Stelle haben die Werber eindeutig den Bogen überspannt.“ Die Ausstellung wird noch in den nächsten sechs Wochen im Gemeindezentrum zu den Öffnungszeiten des Gemeindebüros zu sehen sein.

Von Björn Schlüter