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Bergen Stadt Regionale Produkte bei Erntedankfest in Bergen
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Regionale Produkte bei Erntedankfest in Bergen
06:00 07.10.2019
Von Carsten Richter
Kartoffel geerntet – Preis gewonnen: Kisha (links) und Eleonora Ninche haben mit dem "Bamberger Hörnchen" aus dem Garten der Oma die Jury überzeugt. Dafür durften sie einen "Berger Korb" mit nach Hause nehmen.  Quelle: David Borghoff
Bergen

Die dickste Kartoffel, der größte und schwerste sowie der am kuriosesten geschnitzte Kürbis wurden gesucht: Es war ein Fest der Superlative gestern rund um den Friedensplatz in Bergen, wo sich über den Tag verteilt bis zu 800 Besucher aufhielten. Der Gedanke hinter dem Erntedankfest: "Wir bringen Land in die Stadt." Regionale Produkte aus den umliegenden Dörfern wurden bei der Veranstaltung präsentiert – und prämiert.

"Berger Korb" als Preis für die Sieger

Eigentlich zeichnete sich die Entwicklung, welche Kartoffel am Ende "das Rennen" macht, schon recht früh ab. Der 13-jährige Rouven Hohls aus Hagen lieferte eine 1097 Gramm schwere Knolle am Stand des Rippenhofs aus Becklingen ab. "Das ist ja eine Mahlzeit für drei Leute", stellte Brigitte Habermann fest. Das war nicht mehr zu toppen – Rouven nahm bei der Siegerehrung die Urkunde und einen "Berger Korb" mit Produkten aus der Region entgegen.

Das Zusammenleben vor Ort stärken

Erzeugnisse aus dem direkten Umfeld bekannter zu machen, darum geht es den Veranstaltern des Erntedankfestes. Die Stadt Bergen, die Initiative "Berger Korb" mit Erzeugern der Region und die Lamberti-Kirchengemeinde haben das Ereignis ins Leben gerufen. "Wir wollen informieren, was vor Ort passiert, und dadurch auch das Zusammenleben stärken", erläutert Thomas Rekowski. Als Regionalmanager der Stadt Bergen sitzt er an der Schnittstelle zwischen Verwaltung und Landwirten.

Rund 800 Besucher waren zum Erntedankfest auf den Berger Friedensplaz gekommen.

Vor einem Jahr erste Ideen geschmiedet

Die eigentliche Initiatorin aber ist Bianca Kuhlmann. "Vor einem Jahr haben wir erste Ideen geschmiedet", sagt die Landwirtin aus Hagen und spricht die Zusammenarbeit mit Ottfried Franke, dem Geschäftsführer der Marketinggesellschaft UrbanPR, an. Kuhlmann freut sich, dass immerhin sechs regionale Erzeuger am Erntedankfest teilgenommen haben. Brigitte Habermann schließt sich dem an. "Ein Anfang ist gemacht. Wir wollen zeigen, dass regionale Produkte nicht teurer sind", sagt sie. Langfristiges Ziel sei es, den "Berger Korb" zu vermarkten.

Kürbisse schnitzen ist anstrengend

Dass regionale Produkte nicht nur preiswert, gesund und lecker sind, sondern auch schön aussehen, haben die jüngsten Besucher des Erntedankfestes unter Beweis gestellt. Doch wer schön sein will, muss bekanntlich leiden. Soll im Bezug auf die Kürbisse heißen: Die Kinder mussten die Früchte erst einmal bearbeiten. "Ganz schön anstrengend", meint die neunjährige Ida, während sie dem Kürbis ein Gesicht gibt. Am Schluss heißt es, sich noch mit dem Vornamen auf dem runden Gewächs zu verewigen – und darauf hoffen, dass der Kürbis die Jury überzeugt. Das ist schließlich Tilda (7 Jahre) und Henri (9) gelungen. Unterdessen haben Kisha (10) und Eleonora Ninche (7) im Garten ihrer Oma ein "Bamberger Hörnchen" ausgegraben – die Kartoffel in der Form mehrerer Finger war der Jury einen Preis für die tollste Knolle wert.

Geschäfte haben geöffnet

Darüber hinaus hatten gestern in Bergen auch die Geschäfte geöffnet. "Wir sind ausgesprochen zufrieden", sagt Hermann Hiestermann vom gleichnamigen Modehaus. Das kühle, aber trockene Wetter spielte den Händlern in die Karten. Besonderes Bonbon: Wer bei Hiestermann für mindestens 50 Euro einkaufte, bekam beim Erntedankfest auf dem Friedensplatz einen Sack Kartoffeln geschenkt.

Rouven Hohls hat die größte Kartoffel

Dort war Siegerehrung für die größte Kartoffel gerade durch, als Gewinner Rouven Hohls auch schon wieder fort war. Was die Vermarktung regionaler Produkte betrifft, ist der 13-Jährige ein echtes Vorbild: Er hilft seinem Vater zurzeit regelmäßig beim Kartoffelroden.

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