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Bergen Stadt Wachteln gestohlen: Sieben auf einen Streich
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Sieben Wachteln aus Außengehege in Bergen gestohlen

14:17 07.10.2020
Von Audrey-Lynn Struck
Symbolbild Quelle: Pixabay
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Bergen

Wie jeden Morgen hatte Anne Lange (Name von der Redaktion geändert) am Dienstagmorgen noch ihre Wachteln und Finken gefüttert. Doch als die Bergerin abends zurück kam, stand bereits die Gartenpforte sperrangelweit offen und der Hund sauste dahin. Noch dachte sich Lange nichts dabei, klönte noch kurz mit einer vorbeikommenden Spaziergängerin und schloss dann das Tor. In der Voliere dann das Unglück: Sieben der zehn Wachteln waren verschwunden. "Die drei übrigen hatten sich verkrochen", erinnert sich Lange. Sonst wären die Tiere mit großer Sicherheit ebenfalls dem unbekannten Dieb in die Hände gefallen.

Gestohlene Wachteln waren wie Haustiere

Seit ein paar Jahren hält sie auf ihrem Grundstück die Vögel. "Sie sind hübsch, niedlich und legen leckere Eier", schwärmt Lange. Ihre Tochter hatte sie auf das Hobby gebracht. "Sie sind wie Haustiere für mich. Ich habe die liebevolle mit der Hand aufgezogen", erzählt die Bergerin. Jedes Jahr schlüpfen neue Küken, um die sich dann gekümmert wird. Schlachten kommt nicht in Frage. Eines der gestohlenen Hühner war schon über vier Jahre alt.

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Dieb hatte es auch auf Kaninchen abgesehen

Schwer gefallen dürfte der Diebstahl dem Unbekannten nicht. "Die Wachteln sind ganz zahm. Die kann man leicht packen und dann wegbringen." Das Kaninchen wäre vermutlich auch gestohlen worden, wenn es nicht schon vor einiger Zeit gestorben wäre. Der Stall stand zumindest offen, ebenso wie das Bienenhaus. Ob von den Finken in der Voliere ebenfalls welche gestohlen wurden, ist noch nicht klar. "Die sind noch so unruhig, dass ich noch nicht so gut nachzählen konnte", sagt Lange. Ihre drei verbliebenen Wachteln hat sie mittlerweile bei Freunden in Sicherheit gebracht.

Enten und Hühner in Bergen auch gestohlen

Es ist nicht der erste Fall dieser Art. "Bei uns in Bergen sind schon häufiger Hühner gestohlen worden und auch schon mal Gänse." So fielen zum Beispiel im Mai je zwölf Enten und Hühner einem unbekannten Räuber in die Hände. Keines der verschwunden Tiere ist je wieder aufgetaucht und auch Lange rechnet nicht mit einem Happy End. "Die Wachteln sind weg, die bekommen wir nicht wieder. Die werden die jetzt essen, schließlich sind das ja Delikatessen und sie waren gut genährt", sagt die Bergerin bitter. Ein kleiner Trost wäre es, wenn man zumindest die Täter finden würde. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die Hinweise auf den Verbleib der Tiere geben können. Entsprechende Mitteilungen werden entgegengenommen unter Telefon 05051/47166-0.

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