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Bergen Stadt Rock-Gottesdienst durchbricht stille Nacht
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Rock-Gottesdienst durchbricht stille Nacht
14:11 26.12.2018
Die Band "Purple Monday" spielte in der St. Lamberti-Kirche klassische Weihnachtslieder und Rock-Hits. Quelle: Oliver Knoblich
Bergen

Andächtig und still feierten am Montag überall in Stadt und Landkreis Celle die Kirchengemeinden den Heiligabend. Doch es geht auch anders, dachte sich die St.-Lamberti-Kirche in Bergen und lud zur mittlerweile zweiten Rock-Weihnacht ein.

Die Kirche ist traditionell bis auf den letzten Platz besetzt. Viele Menschen sind gekommen, um den Spätgottesdienst zu besuchen. Doch anders als sonst wartet auf sie eine Rockband in der Kirche und begleitet sie durch die Nacht.

Band "Purple Monday" spielt Weihnachtslieder und Rock-Klassiker

"Won't forget these days" klingt durch die Kirche, auf Deutsch "Diese Tage werden wir nicht vergessen". Ob das auf alle Besucher zutrifft, bleibt offen. Nicht vergessen werden sie aber mit Sicherheit den Gottesdienst, der traditionell und doch so ganz anders ist.

Die Band "Purple Monday" konnte auch diesmal wieder für die musikalische Begleitung des Gottesdienstes gewonnen werden und sorgt für den rockigen Unterton bei Liedern wie "Fröhliche Weihnacht überall", "Geht, ruft es von den Bergen", "Stille Nacht, heilige Nacht" oder "Oh Du fröhliche". Und dazwischen erklingt das "Johnny B. Goode", der Rock-Klassiker von Chuck Berry, die die Geschichte eines Jungen erzählt, der seinen Traum lebt, weil seine Mutter an ihn glaubt. Hierfür allerdings muss er etwas tun, denn Träume verwirklichen sich nicht alleine. Und so klingt es "Go, Johnny, go" durch die Kirche.

"Stille Nacht, heilige Nacht" feiert 200. Geburtstag

Auf der Kanzel steht an diesem Abend Pastor Axel Stahlmann und sorgt neben der Rockband dafür, dass es irgendwie doch ein "echter" Weihnachtsgottesdienst wird. Lesungen aus dem Lukas-Evangelium, Fürbittengebet, das Vaterunser und die Weihnachtspredigt dürfen natürlich auch bei diesem besonderen Gottesdienst nicht fehlen.

Im Mittelpunkt der Predigt steht das Weihnachtslied "Stille Nacht, heilige Nacht", das 2018 seinen 200. Geburtstag feiert. Sanfte Töne und tröstende Worte, die die Herzen berühren sind der Zauber dieses Liedes, dass seit 200 Jahren Trost verspricht und Hoffnung schenkt. Über Jahrhunderte hat es Grenzen und Krisen überwunden, Menschen, egal welcher Herkunft verbunden. Geschaffen vom Salzburger Priester Joseph Mohr, aus dessen Feder das Gedicht stammt, vertont von Franz Xaver Gruber bringt das Lied Hoffnung in die ganze Welt.

Pastor denkt an Opfer des Tsunamis

Mit diesen Erzählungen schlug Stahlmann auch gleich gekonnte den Bogen so den Menschen der heutigen Zeit, die Hoffnung dringend nötig haben: die Opfer des Tsunamis in Indonesien nach dem Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau, der am Sonntag ohne Vorwarnung die Inseln Sumatra und Java traf.

Von Birgit Stephani

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