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Bergen Stadt Wie geht es nach der Schule weiter?
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Wie geht es nach der Schule weiter?
18:26 20.10.2017
Von Audrey-Lynn Struck
Quelle: Audrey-Lynn Struck
Bergen Stadt

Der 22-jährige Fabian Evers stand ebenfalls vor der Qual der Wahl und wusste nicht, wie es weitergehen soll. „Damals sind die Ausbildungsbotschafter an meine Schule gekommen und haben mir selbst die Entscheidung erleichtert“, erzählt Evers. Er entschied sich schlussendlich nach seinem Abitur für eine Ausbildung bei dem Saatguthersteller KWS Lochow mit Sitz in Bergen. „Vor allem der Kundenkontakt, der weit über die Grenzen von Deutschland hinaus geht, ist spannend“, sagt der Offener.

Seit zwei Jahren beteiligt sich das Berger Unternehmen an dem IHK-Projekt. Ganz vorneweg Evers, der zum zweiten Mal in Folge die KWS Lochow vor den Schülern präsentiert. Aufgeregt sei er nicht. „Ich bin auch letztes Mal auf die Ebene der Schüler gegangen und habe mich selbst als Schüler gefühlt, der anderen etwas erzählt“, so Evers.

Zur Vorbereitung auf die Schul-Präsentationen absolvierten alle Ausbildungsbotschafter zuvor zwei ganztägige Kurse. Sie lernten Verhaltensregeln, zum Beispiel was zu tun ist, wenn man eine Schülerfrage nicht beantworten kann. Außerdem hielten sie am Ende einen Vortrag über ihre Ausbildung sowie den Betrieb und bekamen von der Dozentin ein Feedback.

Auch Jasmin Schönhofen Baez ist eine der Ausbildungsbotschafterinnen Celles. Die 19-Jährige fing im August eine Ausbildung zur Medienkauffrau bei der Celleschen Zeitung an. Obwohl sie noch am Anfang ihres ersten Ausbildungslehrjahres steht, wird sie am kommenden Mittwoch erstmals vor Schülern der Anne-Frank-Oberschule in Bergen eine Präsentation halten. „Am Anfang wusste ich nicht, was mich erwartet. Aber bei dem Vorbereitungskurs wurde uns gezeigt, wie wir den Unterricht moderieren sollen“, sagt Schönhofen Baez.

Vor allem ein nettes, offenes Auftreten sei entscheidend, damit man nicht wie ein langweiliger Unternehmensvertreter herüberkomme. „Ich freue mich schon sehr auf Mittwoch, wenn ich den Schülern von meiner Ausbildung erzählen kann“, sagt Schönhofen Baez. Die Auszubildende selbst weiß wie es ist, wenn man vor dem Start ins Berufsleben unentschlossen ist und nicht weiß, was man machen möchte. „Ich hätte mir da auch Ausbildungsbotschafter gewünscht. Ich habe im Internet Tests gemacht und mich von Bekannten bei meiner Wahl beraten lassen.“ Auf den Beruf der Medienkauffrau wäre sie von selbst nie gekommen.

Sie hofft, dass es anderen auch so geht und sie durch das Projekt Ausbildungsbotschafter neue Berufe kennen lernen. „Eigentlich reicht es mir schon, wenn die Schüler sich hinterher noch weitere Gedanken zur Ausbildung machen.“

12 Unternehmen

Das Projekt "Ausbildungsbotschafter" der IHK Lüneburg-Wolfsburg gibt Schülern Einblicke in Ausbildungsberufe. Im Landkreis Celle besuchen 17 Auszubildende aus zwölf Unternehmen einige Celler Schulklassen. Dadurch werden den Schülern Ausbildungsbetriebe in ihrer Region vorgestellt. Insgesamt halten die Botschafter jeweils zweimal pro Halbjahr eine Präsentation.