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Bergen Stadt Wurde Känguru Viggo bei der Abholung misshandelt?
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Wurde Känguru Viggo bei der Abholung misshandelt?
15:24 11.06.2018
Von Christopher Menge
Quelle: Wildtierstation Sachsenhagen/dpa/Link
Bergen Stadt

„Das Vorgehen ist so nicht hinnehmbar“, sagt der Anwalt der Familie, Markus Matuschczyk. Auf einem Video könne man sehen, wie das Tier bei der Wegnahme gelitten habe. „Viggo wurde gegen den Kopf geschlagen, am Schwanz gezogen und fixiert“, sagt Matuschczyk, der von „Misshandlung“ spricht. Er hat daher Strafanzeige gegen Brandes wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt. Wessel wird Tierquälerei durch Unterlassung vorgeworfen. Beide wollten sich zu den Vorwürfen nicht öffentlich äußern.

Währenddessen bereitet Matuschczyk den Widerspruch gegen den Entziehungsbescheid vor. Nächste Woche endet die Frist zum Einlegen der Rechtsmittel.

Nachdem eine Frau, die der Familie ein Haus im Schmarbecker Ortsteil Grube angeboten hatte, einen Rückzieher gemacht hat, will der Anwalt erstmal prüfen lassen, ob die Forderung des Landkreises nach einem größeren Grundstück überhaupt rechtens ist. Zum einen mache es keinen Sinn, dass für ein Känguru eine genauso große Fläche von 200 Quadratmetern gefordert werde wie für fünf Kängurus. Zum anderen habe man jetzt festgestellt, dass der Garten der Familie Müller/Arndt nicht wie vom Landkreis behauptet 150 Quadratmeter groß ist, sondern 170. Das ist zwar auch noch zu klein. Aber mit dem Haus zusammen, hat Viggo ohnehin 230 Quadratmeter Platz zum Rumhopsen. „Wir haben einen Züchter in Niedersachsen ausfindig gemacht, der auch nur 170 Quadratmeter zur Verfügung hat“, sagt Matuschczyk.

Wenn es nach ihm geht, bleibt die Familie in dem Reihenhaus in Bergen wohnen – und zwar mit Viggo und einem zweiten Känguru. Die Forderung nach der Vergesellschaftung von Viggo wäre somit erfüllt. „Aber das müssen die Richter entscheiden“, sagt Matuschczyk. Die Juristen müssen sich zudem mit dem Vorwurf beschäftigen, der gegen die Tierschützer Wessel und Brandes erhoben wird.

Schüler, Lehrer und Eltern waren sich einig: Die Schulküche der Hinrich-Wolff-Schule ist doch ein wenig in die Jahre gekommen. Der Förderverein und der Schulelternrat kamen daher auf die Idee, für eine neue Schulküche zu sorgen. „Heraus kam bei diesem Projekt eine moderne Küche, die mit freundlichen Farben und kindgerechter Ausstattung zum Kochen, Backen und Essen einlädt“, sagt Daniela Middelbeck, Konrektorin der Hinrich-Wolff-Schule.

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Mit den kleinen Maisstöpseln haben Kinder der Klassen 2c und 4b der Hinrich-Wolff-Schule kreativ gebaut und ihre Wünsche nach Spielgeräten für die neue Quartiersmitte an der Danziger Straße in Bergen gebastelt. Die Ideen der Schüler zu ihrem „Traumspielplatz“ fließen in die Planung für die künftige Parkfläche ein, die ein wesentliches Projekt des Stadtumbaus in Bergen wird.

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Wie geht es Viggo? Diese Frage stellt sich die Berger Familie Müller-Arndt minütlich, seitdem das Celler Kreisveterinäramt das Rotnackenwallaby am Mittwochvormittag abgeholt hat. Am Freitagnachmittag wollte sich die Familie in der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen im Beisein von Rechtsanwalt Markus Matuschczyk und einem Fernsehteam von Sat.1 selbst ein Bild machen – aber die Besitzer von Viggo flogen hochkant raus. Am Vormittag hatte der Landkreis Celle eine Pressemitteilung herausgegeben, dass es dem Känguru gut ginge.

Christopher Menge 25.05.2018