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Eschede Eschede gedenkt Neonazi-Opfer Peter Deutschmann
Celler Land Eschede Eschede gedenkt Neonazi-Opfer Peter Deutschmann
17:42 08.08.2019
Von Carsten Richter
Der Gedenkstein erinnert an Peter Deutschmann. Er war nach dem Überfall an seinen schweren Verletzungen gestorben.  Quelle: David Borghoff
Eschede

Auf den Tag genau 20 Jahre ist das Verbrechen nun her: Am 9. August 1999 wurde der Escheder Peter Deutschmann in seiner Wohnung von zwei Neonazis überfallen und misshandelt. Einen Tag später ist Deutschmann an den Folgen der Tat gestorben. Am Samstag, 10. August, findet deshalb um 10 Uhr an der Johanniskirche in Eschede eine Gedenkveranstaltung für Peter Deutschmann statt. Sie wird gestaltet von Gruppen, die im "Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus“ organisiert sind.

Rechtextremismus als Problem erkennen

Den Veranstaltern geht es aber um mehr als um die Erinnerung an die Tötung Deutschmanns. "Gleichzeitig wollen wir darauf aufmerksam machen, dass Neonazis immer noch Menschen bedrohen, verprügeln und töten. Wir wollen, dass Menschen hinschauen, wenn sich menschenverachtendes Reden und Handeln breitmacht. Wir wollen, dass Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit als wirkliche Probleme erkannt und nicht kleingeredet werden", teilt Wilfried Manneke vom Netzwerk Südheide mit.

Täter ließen ihn stark blutend zurück

Deutschmann habe sich damals verbal gegen das „Skinhead-Getue“ der beiden Neonazis zur Wehr gesetzt, erinnert Manneke. Aus Wut über die Kritik an ihrem neonazistischen Gehabe verschafften sich die beiden Täter Zutritt zu Peter Deutschmanns Wohnung, traten und schlugen auf den 44-Jährigen ein. Sie misshandelten ihn mit Glasscherben und fügten ihm zahllose Schlag- und Schnittverletzungen zu. Um zu verhindern, dass Deutschmann Hilfe holen konnte, zerstörten sie das Telefon. Dann verschwanden sie und ließen das Opfer stark blutend und schwer verletzt zurück. Als Nachbarn Stunden später die Hilferufe hörten, kam jede Rettung zu spät.

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