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Eschede Erster großer Schritt zum neuen Bürgerpark
Celler Land Eschede Erster großer Schritt zum neuen Bürgerpark
06:00 09.04.2019
Von Carsten Richter
Für den Bau des Bürgerparks lässt die Gemeindeverwaltung derzeit unter anderem das Hinterhaus an der Rebberlaher Straße 7 abreißen. Quelle: Carsten Richter
Eschede

Stück für Stück arbeitet sich der Bagger durch das Mauerwerk. Schichtweise trägt die schwere Schaufel das Material ab. Wie Streichhölzer ragen die herausgerissenen Holzbalken aus den Resten des Gebäudes. Immer wieder fällt ein Balken krachend zu Boden und wirbelt mächtig Staub auf. Dann geht es plötzlich ganz schnell: Binnen weniger Sekunden bricht das, was von dem Anbau noch übrig geblieben ist, in sich zusammen – noch einmal entsteht eine riesige Staubwolke, die das ganze Umfeld "vernebelt".

Jung und Alt sollen ins Gespräch kommen

Passiert ist das Ganze in der vergangenen Woche im Hinterhof der Rebberlaher Straße 7 in Eschede, weitgehend von der Öffentlichkeit unbemerkt. Doch die Escheder Bürger sollen letztlich davon sehr wohl profitieren: Die Abrissarbeiten sind der erste große Schritt auf dem Weg zum neuen Bürgerpark, der sich einmal in dem Bereich zwischen der Rebberlaher Straße, der Eschenhalle und der Flohrmühle erstrecken soll. "Jung und Alt sollen hier miteinander ins Gespräch kommen", sagt Torsten Roeder vom Bauamt der Gemeinde Eschede.

Die Abrissarbeiten finden an der Rebberlaher Straße 5 und 7 statt - unweit der Flohrmühle.  Quelle: Carsten Richter

W-Lan-Hotspot und Sport-Stationen

Konkret plant die Verwaltung unter anderem einen Rundweg, der barrierefrei mit Rollatoren und Kinderwagen passiert werden kann. Bänke sollen zum Verweilen einladen, während Spiel-Sport-Stationen für körperliche Ertüchtigung sorgen werden. Außerdem beabsichtigt das Rathaus, einen W-Lan-Hotspot einzurichten. "Grünflächen sind schon da", erläutert Roeder. Der Bürgerpark solle darin integriert werden.

Verkehrssituation vor Kita entschärfen

Die Abrissarbeiten an der Rebberlaher Straße haben aber noch einen anderen Hintergrund: "Wir wollen die Verkehrssituation in der Straße An der Breite entschärfen", so Roeder. Zu Stoßzeiten, wenn Eltern ihre Kinder bringen oder abholen, wird es vor der Kindertagesstätte Eschennest eng. Das will die Gemeinde ändern und von der Rebberlaher Straße 5 aus einen neuen Zugang zur Kita schaffen.

Die Kinder der Kita Eschennest werden von den Umbauten profitieren: Sie bekommen einen neuen Zugang. Auf dem Gelände schauen sie sich die geplanten Änderungen an.  Quelle: Carsten Richter

Roeder rechnet damit, dass der Abriss an der Rebberlaher Straße 7 Ende dieser Woche vollendet wird. Die Arbeiten am Nachbargebäude sollen bis Ende des Monats fertig werden. "Danach geht es an die Gestaltung der Freiflächen."

Fördermittel stehen bereit

Den Abriss der Gebäude Rebberlaher Straße 5 und des Anbaus an der Rebberlaher Straße 7 hatte die Gemeinde schon lange geplant. 2016 hatte sie das Grundstück Nummer 5 bei einer Zwangsversteigerung erworben. Der Abriss des benachbarten Anbaus war zunächst zurückgestellt worden. Nun aber stehen Fördermittel für den Umbau des gesamten Glockenkolks bereit – der geplante Bürgerpark ist ein Teil des Vorhabens.

Für den Abriss des Hinterhauses der Rebberlaher Straße 7 und den barrierefreien Zugang zur Schule fließt Geld aus der Städtebauförderung, die Arbeiten auf dem Nachbargrundstück werden über die Dorfentwicklung Aschauniederung gefördert.

Die erhoffte Quote von 40 Prozent wurden nicht erreicht. Trotzdem will die SVO den Glasfaserausbau in der Gemeinde Eschede vorantreiben.

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