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Eschede Schluss in einem Jahr? Fahrbetrieb auf der Kippe
Celler Land Eschede Schluss in einem Jahr? Fahrbetrieb auf der Kippe
14:42 15.03.2019
Von Carsten Richter
Ein Aus für den Bürgerbus will Hans-Jürgen Soltendieck verhindern. Quelle: Joachim Gries (Archiv)
Eschede

Wie geht es beim Bürgerbus Eschede weiter? "Unsere Zukunft ist eigentlich Thema seit der Vereinsgründung", sagt der Vereinsvorsitzende Hans-Jürgen Soltendieck. Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht, dem Verein fehlen nach wie vor Fahrer. "Der Nachwuchs war immer der Kernpunkt aller Besprechungen", so Soltendieck in der Sitzung des Ortsrates Eschede, wo er noch einmal auf die Situation hinwies. "Ab 1. Oktober werden wir nur noch fünf voll verfügbare Fahrer haben", sagt der Vorsitzende. Der Grund: Zu dem Stichtag läuft der Personenbeförderungsschein für fünf Fahrer aus, nicht alle werden ihn aus Altersgründen verlängern. "Mit fünf Fahrern ist der Betrieb schon schwierig", so Soltendieck. Eine Auflösung des Vereins zum 1. April 2020 wäre die Folge.

Im September soll Entscheidung fallen

In nicht viel mehr als einem Jahr wäre also Schluss, so das Szenario. Derzeit sieht es nicht so aus, als ließe sich dieser Schritt vermeiden. Dem Verein bleibt nicht viel mehr Zeit, um neue Fahrer zu generieren. Im September soll die endgültige Entscheidung fallen, ob es weitergeht. "Bis dahin ist noch alles offen", betont der Vereinsvorsitzende.

"Die Leute brauchen uns"

Seit April 2015 gibt es den Bürgerbus Eschede, 14.500 Fahrgäste wurden bereits befördert, die Nachfrage ist unverändert groß. "Wir haben einen sozialen Auftrag, die Leute brauchen uns. Unser Ziel ist es, gemeinsam weiterzumachen. Aber ohne ausreichend Fahrer geht das nicht", betont Soltendieck. Der Verein sei finanziell gut aufgestellt, die Fahrer hingen sehr an ihrer Aufgabe.

Kostenlose Rückgabe nach fünf Jahren möglich

In gut einem Jahr besteht der Verein fünf Jahre. Eigentlich hat er sich zu einer siebenjährigen Nutzung des Busses verpflichtet. "Es ist aber möglich, den Bus nach fünf Jahren kostenlos zurückzugeben, wenn wir insgesamt 250.000 Kilometer zurückgelegt haben", sagt Soltendieck und erinnert an eine entsprechende Vereinbarung mit der Landesnahverkehrsgesellschaft. Der April 2020 wäre also ein passender Termin, um den Betrieb einzustellen. Dies kann noch vermieden werden – es müssen sich nur Fahrer finden.

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