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Eschede Eschede macht am Samstag gegen Neonazis mobil
Celler Land Eschede Eschede macht am Samstag gegen Neonazis mobil
06:30 26.09.2019
Von Carsten Richter
Wie auch im vergangenen Jahr, ist an diesem Samstag wieder eine Demonstration gegen das "Erntedankfest" auf dem Hof Nahtz geplant. Quelle: Audrey-Lynn Struck
Eschede

Sonnwendfeiern werden in Eschede ebenso wie Erntedankfeste seit Jahren regelmäßig auf dem Hof des Landwirts Joachim Nahtz veranstaltet. Im Juni dieses Jahres ist der Hof nicht mehr in privater Hand – der NPD-Landesverband hat ihn gekauft. Für das Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus, das Celler Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus und den Deutschen Gewerkschaftsbund Nordost-Niedersachsen ist das erst recht ein Grund, gegen das Treffen der Neonazis auf die Straße zu gehen. Am Samstag, 28. September, findet erneut ein Erntedankfest auf dem früheren Nahtz-Hof statt – und wieder ist eine Demonstration gegen die Zusammenkunft der Rechten geplant.

Direkt vor dem NPD-Gelände demonstrieren

"Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen", machen die Veranstalter der Demonstration in einer Mitteilung deutlich. Der Verkauf des Hofes an die NPD spornt die Organisatoren an. "Ein wesentlicher Grund mehr, die Demonstration nicht wieder knapp zwei Kilometer entfernt vom Hof durchzuführen. Wir wollen direkt vor dem Gelände des NPD-Landesverbands Niedersachsen protestieren", teilen die Veranstalter mit. Und weiter heißt es: "Wir wollen deutlich zeigen, dass wir mit dem, was dort vorgeht, überhaupt nicht einverstanden sind und laut und deutlich aufzeigen, was dort passiert."

"Alles andere als harmlos"

Besonders die „Sonnwendfeiern“ und das „Erntefest“ hätten schon eine lange Tradition, erinnern die Organisatoren der Demo. Die von den Neonazis als „Brauchtumsfeiern“ bezeichneten Feste hätten es zum Ziel, Kontakte zu pflegen, Termine abzusprechen und neue Aktionen vorzubereiten. "Somit sind diese 'Brauchtumsfeiern' alles andere als harmlos."

Verlauf der Demo

Die Demonstranten treffen sich am Samstag um 14 Uhr nördlich des Escheder Bahnhofs am Rondell Hermannsburger Straße. Von dort laufen die Teilnehmer zur Kreuzung Zum Finkenberg / Am Dornbusch auf der Hermannsburger Straße, wo die erste Zwischenkundgebung stattfindet.

Weiter geht’s von da aus bis zum Gelände des NPD-Landesverbands, Zum Finkenberg 1. "Auf einer dort stattfindenden Zwischenkundgebung werden wir in Sicht- und Hörweite unseren Unmut da äußern, wo er hingehört: direkt bei den Nazis", kündigen die Veranstalter an.

Dann geht es zurück zur Kreuzung Zum Finkenberg / Am Dornbusch, wo eine weitere Zwischenkundgebung stattfindet. Anschließend führt die Demonstration auf der Hermannsburger Straße zurück zum Bahnhof.

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