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Eschede "Wir wollen langfristig planen"
Celler Land Eschede "Wir wollen langfristig planen"
17:40 11.03.2019
Von Carsten Richter
Betriebsleiter Konrad Heemskerk, Geschäftsführer Tobias Woeste und der für den Weiterbau zuständige Bauingenieur Uwe Schildmeyer stehen auf dem "Gipfel" der Polder, von wo aus sich der Blick auf das weitläufige Gelände erstreckt. Quelle: Carsten Richter
Höfer

Noch jede Menge Kapazitäten hat die Mülldeponie Höfer. "Als wir 1992 hier angefangen haben, dachten wir, in 50 bis 60 Jahren ist alles verfüllt", sagt Uwe Schildmeyer, der beim Zweckverband Abfallwirtschaft (ZA) für die Weiterentwicklung der Deponie zuständig ist. Stand der Dinge ist nun: Von 35 Hektar Fläche sind gerade einmal 8 Hektar verbaut, das heißt sie werden für die Entsorgung und Einlagerung von mineralischen Abfällen genutzt. Es ist also noch viel freie Fläche vorhanden. Seit Kurzem sorgt eine zweite Kontrollwaage für eine schnellere Abfertigung der Kunden. "Wir könnten viel mehr einlagern, wollen aber langfristig planen", erläutert ZA-Geschäftsführer Tobias Woeste.

In vier Jahren beginnt der nächste Bauabschnitt

Ein Blick vom 90 Meter über dem Meer hohen "Gipfel" des Polders 1 gibt eine Einschätzung über die Größe des Areals. Gerade quält sich ein Lastwagen durch den schlammigen Erdboden den "Berg" hinauf. Er hält an und lädt eine Ladung Baumaterial ab. "Etwa 20 bis 25 Tonnen werden pro Lkw angeliefert", erklärt Schildmeyer. Eine verschwindend geringe Menge, wenn man bedenkt, dass allein seit Anfang 2017 rund 220.000 Tonnen auf dem Gelände eingelagert wurden – damals wurde der Polder 2 in Betrieb genommen. In vier Jahren soll es mit dem nächsten Bauabschnitt weitergehen.

Anlage profitiert von Baustellen auf A7

Mit der Möglichkeit, Bauschutt und anderes Erdmaterial zu entsorgen, hat die Anlage bei Aschenberg ein Alleinstellungsmerkmal in der Region. Die nächsten Stationen lägen im Raum Uelzen, Helmstedt und Hildesheim, erklärt der Geschäftsführer. "Selbst aus Hamburg kommt deshalb hin und wieder Baumaterial zu uns." Auch von Baustellen auf der Autobahn 7 profitiert die Deponie in der Gemeinde Eschede.

Erst 8 von 35 Hektar der Deponie Höfer sind verbaut. Das Vorhaben geht in den kommenden Jahren weiter. 

Während der zweite Polder weiter wächst, sind die Kapazitäten des ersten so gut wie erschöpft. "Dieser ist im Grunde seit 2017 voll. Wir können ihn nur noch benutzen, weil wir den zweiten Polder haben", erklärt Woeste.

Oberflächenabdichtung sorgt für Sicherheit

Unterdessen sind Teile des ersten Polders seit Kurzem mit Planen geschützt – sie bilden eine Oberflächenabdichtung. Das Regenwasser läuft an den miteinander verschweißten Planen herunter und führt in eine Versickerungsmulde. "So stellen wir sicher, dass kein Regenwasser in den Polder eindringen kann", erklärt Schildmeyer.

Apropos Sicherheit: Regelmäßige Proben des angelieferten Materials sorgen dafür, dass keine asbesthaltigen oder andere Schadstoffe in die gedichteten Deponiepolder gelangen. "Der Anlieferer legt alle 500 Tonnen eine Analyse vor. Zusätzlich werden regelmäßig Kontrollanalysen auf der Deponie durchgeführt, die sich wiederum das Gewerbeaufsichtsamt in Lüneburg noch einmal anschaut", so Schildmeyer.

Hausmüll von Deponierung ausgeschlossen

Wie an den anderen Entsorgungsstationen im Landkreis nehmen die Mitarbeiter in Höfer auch andere Abfälle entgegen – von Kompost bis zum Sperrmüll. Lediglich Hausmüll ist seit 1. Juni 2005 von der Deponierung ausgenommen. "Wir nehmen ihn zwar an, aber er darf nicht mehr deponiert werden, da er Sickerwasser produziert", sagt Woeste.

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