Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Eschede Ende der Arbeiten am Bergwerk Mariaglück in Sicht
Celler Land Eschede Ende der Arbeiten am Bergwerk Mariaglück in Sicht
17:49 17.01.2018
Von Audrey-Lynn Struck
Quelle: Michael Schäfer
Höfer

HÖFER. "Die Flutung wird in wenigen Wochen beendet sein", sagt Ulrich Göbel, Pressesprecher des Bergbauunternehmens K+S. Ab Mai 2005 ließ der Dax-Konzern den über fünf Millionen Kubikmeter großen Hohlraum im Bergwerk größtenteils mit Wasser aus der Aschau voll laufen. Zu einem kleinen Teil wurde Mariaglück mit Salzlauge aus dem Atommüllendlager Asse geflutet.

Parallel dazu wurden die beiden Zugänge zum Bergwerk, die zwei Schächte Mariaglück und Fallersleben, verfüllt. Die Arbeit an den Schächten soll nun laut K+S ebenfalls noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. "Wir gehen davon aus, dass wir mit der Verfüllung des Schachtes Mariaglück im Februar fertig werden", berichtet Göbel.

Auch der alte Schacht Fallersleben an der Habighorster Höhe sei bereits bis auf wenige Meter verfüllt. Mehrere Jahre lang hatten zwischen 30 und 35 Lkw pro Tag bis zu 950 Tonnen Schotter und Kies nach Habighorst gefahren. Durch ein im Schacht hängendes Rohr rauschte der Schotter dann in die Tiefe. Die beiden Sohlen im Schacht Habighorst befinden sich 626 und 710 Meter unter der Erde. Die tiefsten Grubenschächte liegen in mehr als 900 Meter Tiefe.

Nach Abschluss der Restarbeiten sollen die Schächte dann anschließend mit Deckeln verschlossen werden. "Nach derzeitiger Planung sollte das gegen Ende des Jahres der Fall sein", so die Einschätzung des K+S-Sprechers. Das klingt wie Musik in den Ohren von Höfers Bürgermeister Michael Cruse. Der Ort wartet seit Jahren auf die Fertigstellung. "Wir freuen uns natürlich sehr, dass es nun zu einem Abschluss der Arbeiten kommen soll und sind froh, wenn die Flutung dann in diesem Jahr abgeschlossen wird", sagt Cruse. Mehrere Jahre lang fuhren die Lkw tagtäglich schon früh morgens durch das Dorf. "Für unseren Ort ist es durchaus positiv, wenn die Verkehrsbildung wieder zurückgeht", so Cruse.

Nach dem Ende der K+S-Arbeiten steht für Höfer nun noch die Abwicklung des Betriebsgeländes auf der Agenda. "Wenn das Gelände nun wieder freigegeben wird, kann es anderweitig genutzt werden", erklärt Höfers Bürgermeister. Eine Möglichkeit wäre es, die brach liegende Fläche "der Natur wieder zurückzugeben". Die Zufahrt zum Bergwerk soll weiterhin bestehen bleiben, um mögliche Wartungsarbeiten durchzuführen. Für die Einfahrt auf das Bergwerk-Gelände gibt es ebenfalls erste Pläne. Im Rahmen des Förderprogrammes Aschau-Niederung soll dieser Bereich aufgewertet und unter anderem mit einer Bilderinstallation neu gestaltet werden.

Diese soll an die Geschichte des Bergwerkes Mariaglück erinnern, die einst 1916 mit dem Abbau von Steinsalz und Kali begonnen hatte. Anschließend war das Bergwerk im Zweiten Weltkrieg für die Rüstungsproduktion umfunktioniert worden. Der Abbau wurde dann bereits 1977 eingestellt. Nun wird der Deckel für dieses Kapitel der Geschichte Höfers geschlossen. (als)

Nach der Kritik des BüfE-Fraktionsvorsitzenden Klaus Drögemüller am Entwicklungsplan der Dorfregion „Aschau-Niederung“ melden sich nun die drei Ortsbürgermeister von Eschede, Habighorst und Höfer zu Wort. „Statt aus der Deckung zu schießen und die ehrenamtliche Arbeit vieler Bürger zu diskreditieren, hätte BüfE lieber aktiv an der Entstehung des Dorfentwicklungsplans mitarbeiten sollen“, sagen Stephanie Bölke (Eschede), Thomas Munder (Habighorst) und Michael Cruse (Höfer).

11.01.2018

Es soll sich etwas tun im ländlichen Raum. Dafür investiert das Land Niedersachsen kräftig im Rahmen des Förderprogramms "Dorfentwicklung". Als "Dorfregion Aschau-Niederung" profitieren die Ortschaften Eschede, Lachendorf, Habighorst, Höfer, Beedenbostel, Gockenholz, Jarnsen und Bunkenburg. In einem Dorfentwicklungsplan wurden Ideen und Ziele nun konkretisiert. Vier Wochen lang hatten Bürger die Möglichkeit, Stellung zu den Plänen zu beziehen und Änderungen vorzuschlagen. Auch die Initiative "Bürger für Eschede" (BÜFE) hat ihre Einschätzung bei der Verwaltung eingereicht.

08.01.2018

So hatte sich Marco Hellmann seine Mittagspause wohl nicht vorgestellt. Auf einem Parkplatz im Raum Eschede machte der Landwirt am Mittwoch, 3. Januar, einen schrecklichen Fund. Er entdeckte gegen 12.15 Uhr sieben tote Mischlings-Hundewelpen.

Audrey-Lynn Struck 05.01.2018