Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Eschede Losglück für Escheder SPD: BÜFE verliert wichtigen Sitz
Celler Land Eschede Losglück für Escheder SPD: BÜFE verliert wichtigen Sitz
16:09 27.03.2018
Von Christian Link
Uwe Diederichs (links) und Peter Schaper halten zusammen. Quelle: Christian Link
Eschede

Der Verwaltungsausschuss spielt laut der Niedersächsischen Kommunalverfassung (NKomVG) eine ganz besondere Rolle: Das Gremium hat nicht nur spezielle Aufgaben und Kompetenzen gegenüber dem Rat und Bürgermeister. Es übernimmt in Streitfällen auch eine Schiedsrichterfunktion und entscheidet immer dann, wenn kein anderes Gemeindeorgan zuständig ist.

Bisher hatten im Verwaltungsausschuss CDU, SPD und BÜFE jeweils zwei Sitze. Den Vorsitz hat dort Kraft seine Amtes automatisch Bürgermeister Günter Berg (parteilos) inne, der ebenfalls stimmberechtigt ist. Der neuen Gruppe namens "Bündnis 90/Die Grünen/FDP" stand nun aber auch ein Platz im Gremium zu. Und da die Christdemokraten deutlich mehr Ratsmitglieder stellen als die beiden politischen Mitbewerber, mussten SPD und BÜFE unter sich ausmachen, wer eine Stimme verliert – per Losentscheid. "Wir haben überlegt: Gab's sowas schon mal?", leitete Bürgermeister Berg in der jüngsten Ratssitzung die Ziehung ein und legte gleich die Antwort nach: "Nein."

Beim Losentscheid erwies sich der Ratsvorsitzende Helfried Brinken (SPD) als Glücksfee für seine Fraktion. BÜFE-Fraktionschef Klaus Drögemüller machte die Gegenprobe und erkannte die Niederlage sowie den Sitzverlust an: "Wir gratulieren euch, wir sind faire Verlierer", sagte er in Richtung der Sozialdemokraten.

Was wird jetzt eigentlich aus der Halde des ehemaligen Bergwerkschachts Fallersleben auf der Habighorster Höhe? Diese Frage beschäftigte den Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung, denn die Bürger für Eschede (BÜFE) sorgen sich um die Sicherheit auf dem Areal. Dort befinden sich immer noch metertiefe Risse im Gelände, die für Spaziergänger und spielende Kinder zur Gefahr werden könnten.

Christian Link 22.03.2018

Nach dem Brandanschlag auf eine Bahnanlage bei Eschede in der Nacht zu Montag ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht. In dem unter anderem auf der linken Internetplattform indymedia.org veröffentlichten Text gibt eine Gruppe namens "Fight4Afrin" an, "die Kabelschächte entlang der Gleise bei Eschede in Brand gesetzt" zu haben. Anschlagsziel sei demnach das nahe gelegene Rheinmetallwerk des Rüstungskonzerns in Unterlüß gewesen, "in dem Munition und Teile für die im Krieg gegen Afrin verwendeten Panzer gefertigt werden".

22.03.2018

Ein Brandanschlag auf die Signalkabel an den Bahngleisen bei Eschede hat am Montag zu erheblichen Störungen im Zugverkehr zwischen Hannover und Hamburg geführt. Wie die Polizei Celle berichtet, hatten unbekannte Täter in der Nacht zu Montag einen Kabelschacht neben den Gleisen geöffnet und die daraufhin offen liegenden Kabel in Brand gesetzt.

Christian Link 19.03.2018