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Eschede Mehr als nur ein Heim für Eschedes Sportler
Celler Land Eschede Mehr als nur ein Heim für Eschedes Sportler
17:53 07.09.2018
Von Carsten Richter
Wieder in Schuss gebracht: Das Sportheim im Brunshagen wurde nach energetischen Standards saniert. Quelle: Carsten Richter
Eschede

Vom Zustand her war es eines der schlechtesten Gebäude der Gemeinde. Nun ist es tüchtig auf Vordermann gebracht worden und könnte zu einem Aushängeschild Eschedes werden. Für knapp 580.000 Euro ist das Sportheim im Brunshagen saniert und auf den energetisch neuesten Stand gebracht worden. Nach dem Umbau soll die Anlage aber nicht nur Heimstätte für die Fußballer des TuS Eschede werden. „Es ist ein Projekt für den ganzen Verein, aber auch für alle anderen Vereine und Verbände der Gemeinde“, sagt Wilfried Nieberg, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters.

Wenn am 28. und 29. September das neue Sportheim offiziell eingeweiht wird, liegen knapp anderthalb Jahre Umbauzeit hinter der Gemeinde. „Die Firmen sind derzeit voll mit Aufträgen. Es gab immer wieder Verzögerungen, aber das war auszuhalten“, so Nieberg. Die TuS-Fußballer und die auswärtigen Mannschaften mussten in dieser Zeit des Öfteren Spielverlegungen in Kauf nehmen und zum Duschen ins benachbarte Freibad ausweichen. Doch wesentlich schlimmer waren die räumlichen Verhältnisse vor dem Umbau: „Immer wieder haben sich Schimmel und Feuchtigkeit in den Sanitäranlagen gebildet. Auch Kernbohrungen haben daran nichts geändert“, erklärt Nieberg. Zunächst war nur an eine Sanierung der Duschen und Toiletten mit mehr Platz auch für die Gäste-Teams gedacht. Passiert ist aber viel mehr. „Uns geht es um den Breitensport. Unser Kerngedanke ist es, einen Beitrag zur Gesundheitsförderung zu leisten und die Gemeinschaft zu stärken.“

Dazu werden künftig die zuletzt privat genutzten Räume im Obergeschoss dienen. Der künftige Besprechungsraum steht noch leer. Bald sollen dort Tische, Stühle, ein Fernseher und Internetanschluss für Gemütlichkeit sorgen. „Hier können die Mannschaften zusammensitzen und sich beraten“, sagt Torsten Roeder vom Bauamt der Gemeinde. Bei ihm lag die Federführung der Umbauarbeiten. Eine andere Idee: „In der Halbzeit könnte hier Kuchen verkauft werden“, so Roeder. Auch die Schiedsrichter bekommen einen separaten Bereich mit eigenen Duschen und Umkleideräumen. Wer vor dem Spiel noch eine leichte Mahlzeit zu sich nehmen möchte, hat dazu in der Teeküche Gelegenheit. Platz für Zusammenkünfte aller TuS-Sparten und darüber hinaus bietet ein weiterer großer Versammlungsraum – ausgestattet etwa mit einem Tisch in U-Form und einem Beamer.

Barrierefreiheit ist ebenfalls ein großes Thema: Im Gebäude sorgt ein Fahrstuhl für Komfort. Zudem können die behindertengerechten Toiletten im Erdgeschoss bequem mit dem Rollstuhl erreicht werden. Apropos Sanitärbereich: „Hier funktioniert alles vollautomatisch“, erklärt Roeder. Bei Gerüchen und Feuchtigkeitsbildung öffnen sich von selbst die Fenster. Besonderer Clou: „Bei Nichtbenutzung werden die WC-Anlagen alle 72 Stunden durchgespült – so besteht keine Gefahr von Legionellen.“ Große Warmwasserspeicher und Photovoltaikanlagen auf dem Dach komplettieren schließlich die modernisierte Anlage.

Die Kosten für den Umbau hat zu 70 Prozent die Städtebauförderung übernommen. Außerdem hat sich der TuS Eschede erfolgreich bei der Metronom-Eisenbahngesellschaft beworben: Im Rahmen eines Förderprogramms hat das Unternehmen Geld zur Verschönerung des Außenbereichs beigesteuert. Moderne Pflastersteine, Liegestühle und eine integrierte Beleuchtung runden somit das Gesamtbild ab.

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