Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Eschede Elfter magischer Ort? Rätsel um Endeholz-Schild
Celler Land Eschede Elfter magischer Ort? Rätsel um Endeholz-Schild
14:02 15.02.2019
Von Carsten Richter
Um ein Ortsschild in Endeholz ranken sich künftig vielleicht Legenden.  Quelle: David Borghoff
Endeholz

Dieser "Vermisstenfall" hat das Potenzial, einmal in der Dorfchronik erwähnt zu werden. Noch Generationen später wird sich vermutlich über das "Rätsel von Endeholz" unterhalten werden. Februar 2019: Am Zuckelberg geschehen seltsame Dinge. Erst verschwindet ein Ortsschild. Ein verbogener Rohrpfosten bleibt übrig. Nun ist auch dieser weg.

Profis am Werk?

Der Fall erinnert an den "Krümelmonster-Krimi" von Hannover. Waren vielleicht dieselben Täter am Werk, die 2013 den goldenen Leibniz-Keks gestohlen haben? Der Fall wurde nie aufgeklärt. Kurz nach dem Verschwinden gab es ein Bekennerschreiben. Die Forderung der Erpresser: eine Keksspende für ein Kinderkrankenhaus und 1000 Euro für ein Tierheim. Mehr oder weniger ließ sich die Firma Bahlsen darauf ein, der Keks tauchte schließlich wieder auf, die Ermittlungen wurden eingestellt. Das internationale Medienecho aber war groß. War es am Ende nur ein PR-Gag?

Berühmtestes Ortsschild im Landkreis?

Im Nu war der Keks zu weltweiter Bekanntheit gelangt. Und Endeholz? Das kleine Dorf kann schon jetzt von sich behaupten, das berühmteste Ortsschild im Landkreis Celle (gehabt) zu haben. Wer die Vorgeschichte kennt, weiß: Das Schild ist kein gewöhnliches. Im November 2014 machte es das erste Mal von sich reden. Erst war es weg, dann wieder da. Allerdings viel höher angebracht als zuvor. Und nur wer in Richtung Ortseingang unterwegs war, wusste: Hier beginnt Endeholz. Auf der Rückseite stand: nichts. Erst Wochen später war das Schild wieder da – beidseitig beschriftet.

Schild war bereits 2014 verschwunden

Wegen eines Bestellungsfehlers sah das Schild damals zeitweise so einseitig aus – das wurde dann korrigiert. So eine banale Erklärung gibt es diesmal sicher nicht. Das große Rätselraten hat begonnen. Handelt es sich um einen, pardon, "Schild-Bürgerstreich"? Der Fall hat auch den Spürsinn von Eschedes Bürgermeister Günter Berg geweckt. Er hat einen Verdacht: "Ortsschilder sind als Sammlerobjekte für manchen Partykeller leider sehr begehrt", vermutet er.

Keiner weiß, ob es jemals wieder auftaucht. Schon jetzt aber steht fest: Es wird weit über Endeholz hinausragen. Als Legende. Vielleicht auch als elfter magischer Ort in der Südheide.

Soll Eschede an das Glasfasernetz der SVO angeschlossen werden, müssen 40 Prozent der Haushalte einen Vertrag unterschrieben haben. Die Zeit läuft.

Carsten Richter 15.02.2019

Die SVO als regionaler Anbieter hat den Startschuss gegeben. Die Vorvermarktungsphase für die Breitbandversorgung in Eschede hat begonnen.

Carsten Richter 30.01.2019
Eschede Hobby-Schäfer gibt auf - Abschied vom Sieben-Tage-Job

Dieter Misselhorn und seine Schafherde sind ein festes Gespann. Seit mehr als 30 Jahren hält er die Tiere. Nun will der 80-Jährige Abschied nehmen.

Carsten Richter 30.01.2019