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Eschede Offener Brief: NPD-Zentrum in Eschede schließen
Celler Land Eschede

NPD-Zentrum in Eschede schließen: Offener Brief an Innenminister Pistorius

14:02 06.10.2020
Von Oliver Gatz
Immer wieder gehen Bürger gegen rechtsextreme Aktivitäten auf dem NPD-Hof Nahtz in Eschede auf die Straße. Quelle: Oliver Knoblich (Archiv)
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Eschede

Das Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus, das Bündnis gegen Rechtsextremismus Eschede und das Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus Celle haben sich gemeinsam in einem offenen Brief an den niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius (SPD) gewandt. Die Initiatoren fordern, das NPD-Zentrum in Eschede zu schließen.

Bündnis sammelt Unterschriften

"Diese Forderung wollen wir mit so vielen Unterschriften wie möglich unterstützen", heißt es. Unter anderem gibt es die Möglichkeit, den offenen Brief an den Innenminister online unter http://chng.it/YhS75pZrxt zu unterschreiben. Die Aktion endet am 31. Dezember. Im Januar 2021 soll Pistorius dann der offene Brief mit allen gesammelten Unterschriften übergeben werden.

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Protest gegen Neonazi-Umtriebe in Eschede

Nachfolgend der offene Brief im Wortlaut: "Sehr geehrter Herr Minister Pistorius, seit über 30 Jahren ist der Hof Nahtz in Eschede Zentrum verschiedenster rechtsextremistischer Kreise und Organisationen. Hier versammeln sich Neonazis aller Schattierungen, neonazistische Jugendorganisationen, junge und alte NPDler usw. Brauchtumsfeiern dienen der Stärkung der Szene nach innen. Kinder und Jugendliche werden früh auf das rechtsextremistische Gedankengut eingeschworen. Die Gewaltbereitschaft der Szene wird immer wieder deutlich, sei es durch erhebliche Waffenfunde bei Hausdurchsuchungen und aggressivem Auftreten gegenüber der Bevölkerung.

Schon seit Beginn des rechtsextremistischen Treibens ist der zivilgesellschaftliche Widerstand aktiv. Jede Veranstaltung der Rechtsextremisten ist von Protesten begleitet. Rat und Verwaltung der Gemeinde Eschede haben sich eindeutig positioniert.

NPD hat Hof Nahtz in Eschede übernommen

Im Jahr 2019 hat die NPD Niedersachsen das Anwesen übernommen. In der Region wächst die Sorge, dass hier erneut ein Schulungszentrum für rechtsradikale Aktivitäten und Gesinnung entsteht. Das Neonazizentrum „Hetendorf 13“ wurde 1998 vom damaligen Innenminister Glogowski wegen Verfassungswidrigkeit geschlossen.

Alle rechtlichen Möglichkeiten prüfen

Die Situation ist für die Menschen in Eschede und Umgebung unerträglich. Es muss gehandelt werden! Wir bitten Sie, Herr Minister, alle rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen und auszuschöpfen. Unser Widerstand wird anhalten und wachsen bis zu einem Verbot der rechtsextremen Aktivitäten auf dem Hof. Das NPD-Zentrum in Eschede muss geschlossen werden!"

Christoph Zimmer 06.10.2020
Marie Nehrenberg-Leppin 04.10.2020
Carsten Richter 02.10.2020