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Eschede Jetzt haben es die Bürger in der Hand
Celler Land Eschede Jetzt haben es die Bürger in der Hand
18:11 30.01.2019
Von Carsten Richter
Die SVO-Geschäftsführer Wolfgang Fragge (links) und Ulrich Finke (rechts) sowie Bürgermeister Günter Berg hoffen, dass mindestens 40 Prozent der Haushalte im Kernort einen Vertrag unterschreiben.  Quelle: Carsten Richter
Eschede

Wenn es nach der Probeabstimmung in der Glockenkolkhalle geht, ist die Sache schon entschieden. Beim Eschenschnack am Dienstagabend hat Eschedes Bürgermeister Günter Berg um das Handzeichen der Gäste gebeten. Er wollte wissen, für wie wichtig die Bürger die Versorgung der Gemeinde mit schnellem Internet erachten. Eine deutliche Mehrheit hält das Projekt demzufolge für unbedingt notwendig. "Ob Eschede an das Glasfasernetz angeschlossen wird, liegt im Wesentlichen an den Bürgern", sagte Berg.

Mehr als 200 Interessierte bei Eschenschnack

Die Gemeindeverwaltung und der regionale Versorger SVO hatten zum Eschenschnack eingeladen, mehr als 200 Escheder waren vor Ort. "Wir sind erfreut über die rege Beteiligung", sagte SVO-Sprecherin Christiane Poestges am Mittwoch auf Nachfrage. 15 Verträge seien bis Dienstagabend abgeschlossen worden.

40-Prozent-Quote bis zum 1. März erreicht?

Am Montag hat die SVO mit der Vorvermarktungsphase im Kernort Eschede begonnen. Sie endet am 1. März. Bis dahin haben die Escheder Gelegenheit, einen Vertrag mit dem Celler Anbieter abzuschließen. Es gilt die Quote von 40 Prozent. Wenn diese Marke bis dahin erreicht ist, wird die Gemeinde an das Glasfasernetz angeschlossen. "Wir brauchen zunächst eine Basis, um zu wissen, ob ausreichend Interesse für einen Anschluss besteht", so Poestges. Deshalb gelte das Angebot erstmal nur für den Kernort. Gleichwohl appellierte sie auch an die Bürger in Scharnhorst, Höfer und Habighorst, ihren Bedarf der SVO mitzuteilen.

Schnelles Internet immer wichtiger

Gerhard Dongowski wies beim Eschenschnack auf die Vorteile des schnellen Internets auch für ältere Menschen hin. "Telemedizin wird wegen des Ärztemangels auf dem Land in Zukunft immer wichtiger", sagte der SVO-Marketingleiter. Außerdem trage ein Breitband-Anschluss zur Wertsteigerung von Immobilien bei. Die herkömmlichen Kupferkabel seien im Vergleich zu den neuen Glasfaserkabeln "technisch limitiert". Das heißt, je mehr Menschen im Internet sind und je weiter sie vom Verteilerkasten entfernt wohnen, desto mehr verlangsamt sich die Übertragungsgeschwindigkeit.

"Glasfaser-Pate" werden

Bei der Glasfasertechnik sei das anders. "Sie bekommen, was draufsteht", sagte Dongowski und betonte, dass für die Realisierung des Projekts das "Zusammenspiel" der Bürger und der SVO erforderlich sei. Deshalb ermunterte er die Escheder, als "Glasfaser-Paten" in der Nachbarschaft für einen Anschluss zu werben. Die Liste mit Interessenten kann anschließend an die SVO übergeben werden. Bis zum 1. März hat das Unternehmen an der Uelzener Straße 1 ein Büro eingerichtet.

Sollte die Quote von 40 Prozent erreicht werden, verspricht SVO-Geschäftsführer Ulrich Finke Schnelligkeit. Und das nicht nur beim Internet an sich, sondern auch bei der Erschließung: "Ich habe den Anspruch, dass wir dieses Jahr fertig werden."

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