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Eschede Adventliches Großkampf-Projekt
Celler Land Eschede Adventliches Großkampf-Projekt
08:58 14.12.2018
Franziska Baden, Pastorin in Eschede Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Eschede

Ich schaue aus dem Fenster. Ich versuche, die dicken Schneeflocken zu zählen, während die Erwachsenen sich unterhalten. Familie sitzt bei meinem Onkel im Wohnzimmer – alle Jahre wieder. Mitten im Advent feiert er Geburtstag. Die erste vorweihnachtliche Völlerei. Alle erzählen und lachen. Immer wieder fallen Sätze wie: Dieses Jahr ist es wieder schlimm: so viel zu erledigen. Wer soll das alles bis Weihnachten noch schaffen? Zwischendurch wird es ganz still und mein Onkel sagt: Letztes Jahr hat Tante Hanna da links in der Mitte gesessen.

Ich schaue aus dem Fenster und sehe wie die Welt immer weißer wird.

In der Nacht machen wir uns auf den Weg nach Hause. Die Stadt ist überzogen von einer riesigen Schneedecke. Nur langsam wage ich den unberührten Schnee zu
betreten. Für einen Moment scheine ich mit meinen Winterstiefeln über den Schnee zu fliegen. Niemand hat ihn weggeschoben. Die Straße runter sehe ich nur eine Farbe wie in einer Wüstenlandschaft. Mit vereinter Kraft schieben wir mit unseren Beinen den Schnee zur Seite, bahnen uns den Weg nach Hause.

„Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem Herrn den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserem Gott! Siehe, da ist Gott, der Herr!“ (Jesaja 40,3)

Ein Kampf durch die Kälte: Durch die Schneewüste auf den Weg ins warme Bett.

Der Advent ist ein Großkampfprojekt. Wie durch Schneemassen wird sich durch To-Do-Listen gekämpft: Weihnachtsfeiern, Einkaufen, Plätzchen-Backen, Weihnachtsgans und -baum, Terminpläne mit Besuchen bei Oma und Onkel und die schönsten Weihnachtsmärkte der Region. Weihnachten kommt. Gott kommt. Ob wir fertig sind oder nicht. Auch wenn etwas nicht perfekt ist. Auch wenn ich keine Plätzchen gebacken habe. Auch wenn nicht das passende Geschenke für Tante Irmgard gefunden wurde. Gott überzieht die Welt mit seinem Glanz, wie die Schneedecke die Welt zum Strahlen bringt. All das, was darunter ist, ist nicht weg, aber für einen Moment verborgen. Die Trauer wird von der Hoffnung überdeckt. Der Stress wird von Ruhe überstrahlt. Der Lärm wird von Stille verdrängt. Aus dem Geschenkestress wird Strahlen in den Kinderaugen. Für einem Moment strahlt die Welt. Darauf freue ich mich schon in der adventlichen Hektik.

Von Franziska Baden

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