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Eschede Zukunftspläne für Schacht weiter auf Halde
Celler Land Eschede Zukunftspläne für Schacht weiter auf Halde
11:26 22.03.2018
Von Christian Link
Quelle: Joachim Grieß (Archiv)
Eschede

„Ist darüber nachgedacht worden, dass man die Altlasten irgendwann mal beseitigt?“, fragte der BÜFE-Fraktionsvorsitzende Klaus Drögemüller die Gemeindeverwaltung.

„Von K+S wurde seinerzeit gesagt, dass nicht beabsichtigt ist, da noch etwas zu machen“, antwortete Bürgermeister Günter Berg. Dieser Stand sei unverändert. Bei einer Begehung 2016 hatte Klaus Rumphorst, Leiter Inaktive Werke bei K+S, zwei denkbare Szenarien für die Sicherung des unwegsamen Areals vorgestellt: Entweder das ganze Gelände umzäunen oder mit schwerem Gerät abräumen. Bisher ist beides nicht geschehen.

„In Wathlingen ist die Kali-Halde ein Riesenthema, unsere ist aber so unsichtbar, dass man sie von der Straße nicht erkennt“, sagte Drögemüller und sorgte sich auch um die möglichen Risiken, die von dem zur Schachtverfüllung genutzten Material ausgehen. Er wolle das Thema nicht dramatisieren, sehe aber dennoch Handlungsbedarf. „Ich bitte sehr darum, dass wir zumindest die Gefahrenlage untersuchen“, so der BÜFE-Fraktionschef.

„Da wird etwas zum Problem gemacht, das keins ist“, entgegnete SPD-Ratsherr Michael Cruse. „Teilweise befindet sich dort über 70 Jahre alter Baumbewuchs. Das Gelände ist verwildert und das Salz ist raus.“

Im Schacht Fallersleben begann 1916 die Kali-Förderung, schon acht Jahre später wurde sie wieder eingestellt. Anschließend diente „Fallersleben“ nur noch zur Belüftung des Nachbarschachts Mariaglück. 2016 und 2017 wurde der 731 tiefe Schacht schließlich gefüllt – mit insgesamt rund 6700 Tonnen Schotter, 16.500 Tonnen Kies und Millionen Liter Wasser aus der Aschau. Als Verschluss dient eine Kappe aus Ton.

Für die Sicherheit auf dem stillgelegten Gelände ist weiterhin das Bergbauunternehmen K+S zuständig. Die Überlegungen, das Gelände dem Naturschutzbund (Nabu) zur Betreuung zu übergeben, sind offenbar im Sande verlaufen. Der Nabu war für diese Rolle ins Gespräch gebracht worden, weil er sich seit Jahren auch um eine Teichlandschaft nebenan kümmert.

Nach dem Brandanschlag auf eine Bahnanlage bei Eschede in der Nacht zu Montag ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht. In dem unter anderem auf der linken Internetplattform indymedia.org veröffentlichten Text gibt eine Gruppe namens "Fight4Afrin" an, "die Kabelschächte entlang der Gleise bei Eschede in Brand gesetzt" zu haben. Anschlagsziel sei demnach das nahe gelegene Rheinmetallwerk des Rüstungskonzerns in Unterlüß gewesen, "in dem Munition und Teile für die im Krieg gegen Afrin verwendeten Panzer gefertigt werden".

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