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Eschede Bürgerpark ist freigegeben
Celler Land Eschede

bürgermeistergespräch

13:06 31.08.2020
Von Bernd Kohlmeier
Bürgermeister Günter Berg.
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Eschede

Die Tage des Hauses scheinen gezählt. Der funktionelle Tausch von Schul- mit Verwaltungsgebäude wurde bereits von der Gemeinde beschlossen. „Die alte Grundschule wird umfunktioniert und das Rathaus wird dort einziehen“, sagt Günter Berg, Bürgermeister von Eschede. Auch für den Kindergarten gibt es Pläne. Das „Eschennest“ wird erweitert. Es ist vorgesehen, dass für vier Gruppen neu gebaut wird. Das derzeitige Eschennest wird für zwei Krippengruppen umgebaut.

Oberschule wird umgestaltet

Der Bürgerpark kann seit zwei Wochen genutzt werden. Zu den weiteren Vorhaben zählt eine Umgestaltung der ehemaligen Oberschule zu einem Familien- und Dorfzentrum. „Dort wird die Jugendpflege und das Familienbüro einziehen. Wir überlegen, ob die Schulbücherei mit untergebracht werden kann. In der Mitte des Gebäudes ist zusätzlich ein größerer Veranstaltungsraum sowie ein kleiner Sitzungssaal und ein Raum für Kinderbetreuung vorgesehen. Die Räumlichkeiten sind Ersatz für die ehemaligen in der Musenmöhl, die aus Brandschutzgründen für größere Veranstaltungen nicht genutzt werden dürfen. Neben den Vorbereitungsarbeiten laufen die Ausschreibungen“, sagt Berg.

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Langfristiges Programm

Das Umzugskarussell dreht sich weiter: Das Archiv ist zurzeit in einem alten Klassenraum untergebracht. „Unser Archiv soll von dort aus in den Kulturraum der Musenmöhl ziehen. Aber erst muss ein Gebäude fertig sein, damit sich alles drehen kann. Vor Ende kommenden Jahres ist damit nicht zu rechnen. Die Projekte werden mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Wir haben für entsprechende Finanzmittel gesorgt – ohne diese Unterstützung hätten wir alles gar nicht beginnen können.“

Aber nicht nur in der Ortsmitte wird umgestaltet. Die Freibäder Eschede und Höfer werden renoviert beziehungsweise saniert. In Höfer starten die Arbeiten nach der Saison. „Förderzusagen für beide Bäder in Höhe von 870.000 Euro liegen vor. Das Ganze kostet circa eine Million Euro. Also eine großzügige Fördermaßnahme, die durch großes Engagement Ehrenamtlicher umgesetzt wird“, lobt der Bürgermeister.

Raiffeisen investiert

Gute Nachrichten für Eschede kommen aus Soltau. Die dort ansässige Raiffeisen Centralheide hat einen Standort in Eschede. „Die Genossenschaft wird rund fünf bis sechs Millionen Euro investieren und in zwei Bauabschnitten den Standort festigen“, sagt Berg.

In Dalle besteht der Wunsch nach einem Dorfgemeinschaftshaus im ehemaligen Sportheim. Es soll mit Mitteln der Dorfentwicklung hergerichtet werden.

In Habighorst wünscht man sich im alten Ort an der Kreuzung eine Verkehrsentschärfung durch einen Kreisel. Obwohl verkehrsberuhigte Inseln geschaffen wurden, fließt der Verkehr immer noch ziemlich schnell durch den Ort.

Gute Wohnqualität

Für das Baugebiet Hesterkamp wurde eine neue Auslegung durchgeführt. Zurzeit läuft die Abwägung der Einwände von Bürgerseite. „Wir arbeiten alles auf und prüfen es auch juristisch. Fakt ist, wir brauchen Bauland. Neue Bürger finden in Eschede gute Voraussetzungen. Für uns spricht eine Verkehrsanbindung durch die Bahn. Man kommt 19 Mal am Tag in jede Richtung. Wir haben eine hervorragende Kinderbetreuung durch die Kindergärten und Grundschule. Dadurch wächst die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Grundversorgung ist mit Ärzten, Vereinen und Verbänden sowie durch einen guten Zusammenhalt sichergestellt. Der Ort hat eine hohe Wohnqualität. Bei uns entsteht ein Wir-Gefühl. Das sagen auch immer wieder Bürger, die neu hinzugezogen sind“, freut sich Berg.

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