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Faßberg „Ein Hauch Kunst“ zeigt Liebe zur Natur
Celler Land Faßberg „Ein Hauch Kunst“ zeigt Liebe zur Natur
11:58 22.05.2019
Die Künstlerin Vera Kuhlmann vor ihren Werken. Quelle: Doris Hennies
Müden (Örtze)

Womit könnte man eine Kunstausstellung in der Müdener Wassermühle von zwei regionalen, naturverbundenen Malern besser eröffnen als mit einem norddeutschen Barden? Holger von Hardenberg sorgte auf platt mit „Freesenhoff“ aus der Feder von Knut Kiesewetter für die richtige Stimmung (Landschaft, Dorfleben, Heimat …) und setzte als Romantiker an der Gitarre mit „Dat du min Leevsten büst“ noch eines drauf. Damit waren beide ausstellenden Faßberger Künstler passend umfangen: Vera Kuhlmann mit ihren plakativen Rosen und Klaus Weber mit seinen Heidelandschaften.

Umfassende Liebe zur Natur

„Ein Hauch Kunst“ haben sie ihre Ausstellung benannt. Der Hauch bezieht sich wohl auf die deutliche, umfassende Liebe zur Natur, die beide zu einen scheint. Beide Künstler malen realistisch – aber hier endet auch schon die Gemeinsamkeit. Die Arbeiten von Klaus Weber (er konnte krankheitsbedingt leider nicht bei der Eröffnung anwesend sein) sind eine Hommage an seine Heimat. Landschaft, Dörfer und Natur zeigen sich – idealisiert und auf authentische, altmodisch-zeitlose Weise gemalt – mal in blühender Pracht, ein anderes Mal in Eis und Schnee. Weber hatte, nach seiner kunstbegeisterten Jugend erst nach seiner Pensionierung wieder zu malen begonnen.

Symbole und geheime Botschaften

Vera Kuhlmann (in Russland geboren und im Heidekreis ihre Liebe und neue Heimat gefunden) platziert ihre beinahe „zu realen“ Objekte gerne in einen surrealen Kontext. Sie spielt mit starken Farben und optischen Größen. Da schwebt überdimensional scheinendes, makellos anbeißwürdiges Obst in einer mysteriösen Meereslandschaft. Taubedeckte Rosen in Nahaufnahme bekommen Pop-up-Farben, der Uhu tauscht sein Tarnkleid gegen ein Narrengewand. Augen aus Portraits blicken rätselhaft aus exotischer Verschleierung oder bunter Gefiedermaske. Immer wieder finden sich Symbole und geheime Botschaften in ihren Bildern – eine Aufgabe für den Betrachter.

Gemeinschaftsausstellung aus Freundschaft

Wie sich die beiden doch unterschiedlichen Künstler zu einer Ausstellung gefunden haben, erzählt die Malerin kurz in ihrer Einleitung: „Wir haben uns in einer Ausstellung hier kennengelernt. Aus Fachgesprächen über Kunst und handwerkliche Techniken wurde Freundschaft – und die Idee, zusammen eine Ausstellung zu machen. Mit großartiger Unterstützung vom Kulturkreis ist das nun geglückt.“

Die Ausstellung ist in der
Historischen Wassermühle in Müden bis zum 10. Juni zu sehen,
Öffnungszeiten täglich von 9 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr.

Von Doris Hennies

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