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Faßberg Acht neue Triebwerk-Spezialisten in Faßberg
Celler Land Faßberg Acht neue Triebwerk-Spezialisten in Faßberg
12:11 20.02.2020
Nahtloser Übergang ins Berufsleben. Andrea Isenberg erhält ihr Zeugnis und einen Arbeitsvertrag. Oberst Kaumanns freut sich mit ihr. Quelle: Carsten König
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Faßberg

„Sie haben heute den ersten bedeutenden Schritt in Richtung Berufsleben gemacht!“, fasste der Kommandeur der Abteilung Nord des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe (TAusbZLw), Oberst Ralf Kaumanns, die Bedeutung der Freisprechung zusammen. Sieben Jungfacharbeiter und eine Jungfacharbeiterin erhielten am 19. Februar in einem feierlichen Rahmen ihre Facharbeiterbriefe und dürfen nun die Berufsbezeichnung Fluggerätmechaniker beziehungsweise Fluggerätmechanikerin, Fachrichtung Triebwerktechnik führen. Für Kaumanns war dies die letzte Freisprechung. Er verlässt das TAusbZLw Ende März dieses Jahres. Der scheidende Kommandeur freute sich, mit „seiner“ Abteilung Nord einen wesentlichen Beitrag zur Berufsausbildung dieser acht jungen Menschen geleistet zu haben.

Selten, aber wichtig: Fluggerätmechaniker

Die Ausbildung zum Fluggerätmechaniker, Fachrichtung Triebwerktechnik, wie sie in Faßberg durchgeführt wird ist in der Bundeswehr einmalig. Dieser hochqualifizierte Berufsabschluss ist sowohl in der Bundeswehr wie auch in der privaten Wirtschaft gefragt und gesucht. Umso mehr freute sich Kaumanns, dass die Binnenwerbung um gut ausgebildetes Personal für die Bundeswehr auch in diesem Ausbildungsjahr wieder Früchte trug. Fünf der acht freigesprochenen Auszubildenden haben sich für eine berufliche Zukunft in der Bundeswehr entschieden.

Sie haben es geschafft: Justin Mahn, Jonas Jürgens, Felix Knoop, Mark Philip Haverkamp, Dennis Müller, Luca André Funke, Andrea Isenberg und Dominik Wild (von hinten links nach vorne rechts). Quelle: Carsten König

Verantwortungsvolle und vielfältige Aufgaben

Einige haben sich bereits als Soldat verpflichtet, andere bleiben als zivile Mitarbeiter ihrem Lehrherrn erhalten. „Die Bundeswehr bietet interessante Berufsfelder, daher ist die Wahl dabei zu bleiben eine sehr gute“, lobte der Oberst diese Entscheidung für den weiteren beruflichen Werdegang. „Bleiben sie fachlich und technisch auf der Höhe der Zeit und werden sie ihrer Verantwortung immer gerecht“, gab der Kommandeur den Jungfacharbeitern mit auf den Weg. Hängt doch auch von ihrer Arbeit der sichere Betrieb der ihnen anvertrauten Luftfahrzeuge und die Sicherheit deren Besatzungen ab. Neben den Facharbeiterzeugnissen erhielt ein Absolvent den Europass Mobilität. Felix Knoop hat im Rahmen seiner Ausbildung ein sechswöchiges Praktikum bei einer Hubschrauberwartungsfirma im spanischen Palma del Rio durchlaufen.

Ausbildung nur im Kollektiv möglich

Bürgermeister Frank Bröhl übermittelte den Jungfacharbeitern im Namen des Rates und der Verwaltung der Gemeinde Faßberg die Glückwünsche. Er hob hervor, dass die qualifizierte Ausbildung der Ausbildungswerkstatt der Luftwaffe auch einen Qualitätsgewinn für die Standortgemeinde darstelle. Heute gelte es nicht nur, die Leistungen der Prüflinge zu feiern, sondern auch den Ausbildern, Familien und Freunden der Absolventen zu danken. Ohne deren stete Unterstützung sei eine erfolgreiche Ausbildung ungleich schwerer.

Aufgefordert, lernwillig zu bleiben

Für das Bundeswehrdienstleistungszentrum (BwDLZ) Bergen gratulierte Regierungsoberamtsrat Rainer Schulz den erfolgreichen Prüflingen. Sie alle hätten mit der bestandenen Ausbildung ein solides Fundament für ihre Zukunft geschaffen. „Bleiben sie lernwillig und lernfähig. Haben sie Mut zur Veränderung. Jede Veränderung sorgt dafür, dass ihr Berufsleben nicht langweilig wird“, gab Schulz den Jungfacharbeitern mit auf ihren weiteren Weg.

Ohne ehrenamtliche Helfer geht es nicht

Der Ausbildungsbeauftragte der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, Thomas Boehnke, stellte heraus, dass auf die Jungfacharbeiter jetzt ein neuer beruflicher Abschnitt zukommt in dem sie „eigenverantwortlich arbeiten und Entscheidungen selber treffen müssen“. Nach der in Faßberg durchlaufenen Ausbildung sieht Boehnke die acht frischen Triebwerktechniker für die Herausforderungen des Berufslebens gut gerüstet. Sein besonderer Dank galt den ehrenamtlichen Prüfern, die sich neben ihrem eigenen Arbeitsalltag dazu bereit erklären, immer wieder die Prüfungen zu begleiten. Ohne dieses Engagement wäre das Durchführen der Prüfungen nicht möglich.

Von der Freisprechung direkt in den Beruf

Besonders freuen konnte sich Andrea Isenberg. Im Anschluss an ihre Freisprechung erhielt sie vom BwDLZ Bergen einen unbefristeten Arbeitsvertrag als Fluggerätmechanikerin beim Transporthubschrauberregiment 10 in Faßberg. Sie wird dort bereits am Tag nach der Freisprechung ihre Arbeit aufnehmen.

Von Torben Brandt

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