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Faßberg „Die Tücke liegt im Detail“
Celler Land Faßberg „Die Tücke liegt im Detail“
18:34 15.03.2019
Die beiden Professorinnen Christina Kraftczyck (links) und Maren Harnack stellten einige Ideen für die weitere Entwicklung von Faßberg im Rathaus vor. Quelle: Mara-Ann Meeuw
Celle

So könnte Faßberg in der Zukunft aussehen: Im Rathaus wurde gestern Nachmittag die Ausstellung „DENKmal an Faßberg“ eröffnet. Gemeinsam mit der Landesamtspräsidentin für Denkmalpflege, Christina Krafczyk, und dem Bürgermeister der Gemeinde Faßberg, Frank Bröhl, präsentierte Professorin Maren Harnack die Abschlussergebnisse des Seminars „Stadterneuerung“ der Frankfurt University of Applied Sciences. Im Rahmen des Seminars hatten 40 Studenten die Gemeinde Faßberg besucht und untersucht, in welchen Teilen der Gemeinde es Potenzial zur baulichen Verbesserung gibt.

„Faßberg ist ein tolles Studienobjekt, weil sich hier mit den unterschiedlichen Siedlungen ideal Städtebaugeschichte erleben lässt“, so Harnack. Sie sei zufrieden mit den Ergebnissen der Studenten. „Man muss natürlich beachten, dass es sich um eine rein akademische Übung handelt. Die Studierenden hatten komplette kreative Freiheit. Sie haben Ideen ausgearbeitet ohne Einfluss realistischer Hürden, wie Baugenehmigungen, Finanzen oder Denkmalschutz.“ Potenzial habe Faßberg reichlich. Die Ausstellung solle als Anregung für Verbesserung dienen.

Denkmalpflege in Planung einbeziehen

Auch Krafczyk sagt, es sei etwas Besonderes, wie man nach der Ausstellung mit der Planung umgehen könne. „Wir haben hier eine Ideensammlung, die Potenzial gibt, kreativ mit den lokalen Gegebenheiten umzugehen, solange man die Leitplanken der Denkmalpflege kennt. Wichtig ist zu erkennen, welche Elemente und Qualitäten ein Denkmal ausmachen. Die Tücke liegt im Detail. Aber es gibt viele Möglichkeiten, die Würdigung der Objekte stärker auszuarbeiten.“

Ein besonderer Ort - eine besondere Baukultur

Ein Großteil der Gebäude Faßbergs, die hauptsächlich in den 30er und 60er Jahren erbaut wurden, unterliegen dem Denkmalschutz. Ortsbürgermeister Bröhl sagt dazu: „Wir haben einen ganz besonderen Ort, mit einer besonderen Baukultur. Das sollten wir in den Fokus stellen, wenn wir uns fragen, in welche Richtung wir uns als Gemeinde bewegen wollen. Es ist wichtig, den Bürgern das Leben hier lebenswert zu machen.“ Dafür gebe es zahlreiche Ideen in der Ausstellung, die als Grundlage für die attraktivere Gestaltung Faßbergs dienen könnten, sagt auch Ratsmitglied Volker Nickel.

Hauptaugenmerk der Ausstellung ist die Schwagenscheidt-Siedlung. Auch Bröhl und Ratsmitglieder betonen, dass eine Optimierung dieser Siedlung im Vordergrund stehen müsse. Auch der Kommandeur des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe sieht ebenfalls in der Attraktivitätssteigerung der Siedlung den Fokus für realistische Projekte.

Die konkreten Pläne stellt die CZ in der kommenden Woche vor. Die Exponate können im Rathauses bis zum 22. März besichtigt werden.

Von Mara-Ann Meeuw

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