Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Faßberg Heidekartoffeln für Berliner Tafel
Celler Land Faßberg Heidekartoffeln für Berliner Tafel
18:07 14.05.2019
Von Christopher Menge
Vorgeschmack beim Luftbrückenfest: (von links) Jana Heins und Frank Bröhl kündigen Michael Müller, Helmut Kleebank und Gaby Schiller die Lieferung der Heidekartoffeln von Frank Tewes an. Quelle: urbanPR
Faßberg

„Offiziell endete die Berlin-Blockade am 12. Mai 1949. Doch noch bis zum 27. August 1949 wurden in Faßberg Kohlen für Berlin geschippt”, so Bürgermeister Frank Bröhl (CDU) beim Berliner Jubiläumsfest auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte den Bürgermeister vom einstigen Startplatz der Kohleflieger eingeladen. „Es ist eine beeindruckende Geschichte, die wir ins Bewusstsein der Berliner zurückholen und dabei gleichermaßen gedenken, informieren und feiern”, so Müller. Vom 25. Juni 1948 bis zum 27. August 1949 wurden allein aus Faßberg 539.112 Tonnen Kohle nach Gatow geflogen – mehr als ein Drittel von insgesamt 1.438.500 Tonnen nach Berlin eingeflogener Kohle, die insbesondere für die Energieversorgung notwendig war.

DC-3 wird mit drei Tonnen Heidekartoffeln beladen

Neben Kohle kamen auch Zucker, Konserven, Fett, Mehl, Schokolade, Eipulver, Trockenmilch und Trockenkartoffeln nach Berlin. Wenn am 15. Juni zum Tag der Bundeswehr auf dem Fliegerhorst Faßberg die Bürgermeister Bröhl und Spandaus Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD), Landwirt Frank Tewes sowie weitere Luftbrückenfreunde gemeinsam eine DC-3 mit drei Tonnen guter Heidekartoffeln beladen, so wollen auch sie an die Leistungen von damals erinnern und benachteiligten Menschen heute in Berlin Gutes tun. Nach dem Überflug „Airlift70” vieler „Rosinenbomber” am 15. und 16. Juni von Faßberg nach Berlin werden die Kartoffeln zu den Ausgabestellen der Berliner Tafel in Spandau, am Falkenhagener Feld, in der Wilhelmstadt und in Staaken gebracht.

Faßberg Film zur Luftbrücke - Wie die Kohle nach Berlin kam

Das Christian-Gymnasium Hermannsburg und die Bundeswehr haben einen Film zur Luftbrücke produziert. Zeitzeugen erzählen Interessantes.

Christopher Menge 10.05.2019

Nach einem Brand ist das Haus, in dem Elke Klingemann und ihre Familie gelebt haben, nicht mehr bewohnbar. Sie suchen eine neue Unterkunft.

Christopher Menge 09.05.2019

Das Elchgehege im Wildpark Müden ist fertig, die Bewohner fühlen sich wohl. Am Samstag wurde das rund 22.500 Quadratmeter große Areal eingeweiht.

05.05.2019