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Faßberg Faßberg trauert um Klaus Radlanski
Celler Land Faßberg Faßberg trauert um Klaus Radlanski
11:15 26.07.2011
Klaus Radlanski Quelle: Peter Müller
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Faßberg

Freunde und Wegfährten würdigten seine Verdienste. „Klaus Radlanski hat sich immer für das Gemeinwohl eingesetzt“, sagte Faßbergs Bürgermeister Hans-Werner Schlitte. Für diese Arbeit für die Gemeinschaft lief bereits ein Antrag, dass Klaus Radlanski das Bundesverdienstkreuz verliehen werden sollte. „Wir wollen versuchen zu erreichen, dass ihm diese Auszeichnung posthum verliehen wird, denn wenn jemandem eine solche Ehrung zusteht, ist es sicher Klaus Radlanski“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Volker Nickel. Er werde ihn als Mensch und als Politiker vermissen. „Durch seine lange Erfahrung hat er uns immer wieder zeigen können, wie sich Dinge entwickelt haben. Dieser Rat wird uns fehlen“, so Nickel.

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Klaus Radlanski wurde am 13. Juni 1936 geboren und wuchs nach dem Krieg in Mainz auf. Als Soldat führte ihn sein Weg Ende der 50er Jahre in die Gemeinde im Nordkreis. Er arbeitete an der Technischen Schule der Luftwaffe 3 und als er in Pension ging, bekleidete er den Rang eines Hauptmanns.

Schon sehr früh engagierte er sich im Gemeindeleben. So gehörte Klaus Radlanski seit 1978 dem Rat der Gemeinde Faßberg an und war bis 2006 im Kreistag. Als ehrenamtlicher Bürgermeister stand er von 1991 bis 2001 an der Spitze der Verwaltung, ab 2001 war er stellvertretender Bürgermeister. Dabei setzte er sich besonders für das Schwimmbad Herrenbrücke ein. „Er hat nie groß die Öffentlichkeit gesucht, sondern seine Meinung in den entsprechenden Gremien vertreten“, sagte Nickel. Klaus Radlanski war politisch in der CDU zu Hause, doch wenn er anderer Meinung war, dann sagte er das deutlich und scheute die Diskussion nicht. „Er war aber dabei nicht stur, sondern vertrat seine Ansicht, ließ sich aber auch überzeugen und war immer diskussionsbereit“, sagte Bürgermeister Schlitte.

Neben seinem politischen Engagement war er langjähriger Vorsitzender der Ortsgruppe Faßberg der DLRG, die er mitprägte, arbeitete im Kulturkreis, war Mitglied der Schützengilde, im Verein für internationale Beziehungen und half mit bei Ferienpassaktionen. „Er war ein geselliger Mensch“, sagte Nickel, „nicht umsonst war er so beliebt und lange Jahre Bürgermeister.“

Von Tore Harmening