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Faßberg Freiheit Europas im Blick
Celler Land Faßberg Freiheit Europas im Blick
17:26 22.01.2019
Von Christopher Menge
Im Mittelpunkt der Reden des Faßberger Neujahrsempfangs, zu dem (kleines Bild, von links) Frank Bröhl, Olaf Bölting, Oliver Ludwig, Georg von Harling und Jürgen Vieth geladen hatten, stand der Tag der Bundeswehr, mit dem am 15. Juni an die Luftbrücke erinnert wird. Quelle: Oliver Knoblich
Faßberg

Für die Freiheit Berlins kämpften vor 70 Jahren Amerikaner, Engländer und Franzosen – einige bezahlten mit ihrem Leben. "Deutschland hätte die Freiheit Berlins nie verteidigen können", sagte die Celler SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann am Montagabend beim Jahresempfang des Kuratoriums "Faßberg: Militärlufttahrt, Weltraum & Heide" auf dem Fliegerhorst Faßberg. "Wir können die Freiheit nur verteidigen, wenn wir uns zusammenschließen." Bei der Europawahl am 26. Mai komme es darauf an, ein starkes Europa weiterzuentwickeln. "Europa ist der Garant für Frieden und Freiheit", betonte auch der Celler CDU-Bundestagsabgeordnete Henning Otte. Der Celler AfD-Bundestagsabgeordnete Thomas Ehrhorn sagte dagegen, wie wichtig die Grenzen für das deutsche Volk seien. Für ihn ist die deutsche Bundeswehr der Garant für Frieden, Freiheit und Demokratie.

Heideflieger in der Welt unterwegs

Die Bundeswehr ist allerdings schon längst international unterwegs. Beim Einsatz der Heideflieger im vergangenen Jahr in Mali wurden beispielsweise erstmals belgische Hubschrauberkräfte während des Einsatzes integriert. Olaf Bölting, Kommandeur des Faßberger Transporthubschrauberregiments 10, blickte am Montagabend kurz auf den Einsatz zurück und betonte, dass die Heideflieger auch in Zukunft den Namen der Lüneburger Heide in die Welt tragen werden. "Unsere Truppe muss die Stabilität exportieren", sagte Otte, der auch verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion ist, kurze Zeit später.

Tag der Bundeswehr am 15. Juni

Bierernst war aber nicht alles, was am Montagabend gesagt wurde. Otte wies mit einem Augenzwinkern darauf hin, dass der Tag der Bundeswehr am 15. Juni wieder mit dem Schützenfest in seinem Heimatort Eversen zusammenfalle. Mit der Großveranstaltung soll an die großartige Leistung der Berliner Luftbrücke in den Jahren 1948/49 gedacht werden.

Flugprogramm mit Rosinenbombern

Bölting gab schon einen Einblick in das Flugprogramm. Unter anderem werden 26 historische Rosinenbomber auf dem Fliegerhorst erwartet, von denen 10 auch in die Luft gebracht werden sollen. Dazu werden zum Beispiel der NH90, Tiger oder die A400M, aber auch Eurofighter und Tornados den Zuschauern präsentiert.

"Wir werden den Tag der Bundeswehr wie schon 2017 in bewährter Qualität ausrichten", sagte der Standortälteste, Oberst Georg von Harling. Lediglich auf das Bogenschießen solle in diesem Jahr verzichtet werden. Beim letzten Mal war eine unbeteiligte Frau verletzt worden. "Die Staatsanwaltschaft hat aber festgestellt, dass sich alle Beteiligten an die Vorschriften gehalten haben", sagte von Harling.

Hohe Investitionen am Fliegerhorst

Er ging auch auf die hohen Investitionen ein, die für den Fliegerhorst Faßberg vorgesehen sind. "Wir werden elf bis zwölf Millionen Euro pro Jahr in die Infrastruktur investieren", sagte der Standortälteste. Großprojekte in denkmalgeschützter Architektur umzusetzen, erfordere aber Geduld. Und: "Früher hatten wir kein Geld zum Bauen, jetzt haben wir das Geld, aber keine Menschen zum Bauen", sagte von Harling.

Bundeswehr soll in Lerchenschule ziehen

Der Standortälteste lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Faßberg. "Die Lerchenschule ist ein gutes Beispiel für eine Win-win-Situation", sagte er. Faßbergs Bürgermeister Frank Bröhl hatte zuvor ins gleiche Horn geblasen: "Da die Fachschule der Bundeswehr für die Sanierung ihres Gebäudes ein Ausweichquartier benötigt und bereits im Begriff war, Richtung Gloucester School nach Bergen abzuwandern, haben wir der Bundeswehr die Lerchenschule als Interimslösung vorgeschlagen", sagte der Verwaltungschef. "Eine tolle Lösung für Standort und Gemeinde, insbesondere vor dem Hintergrund des erheblichen Rückgangs von Gewerbesteuereinnahmen." Im Rathaus werde fieberhaft an einem Mietvertrag und an der Erarbeitung eines finanziellen Rahmens für einen neuen Grundschulstandort am Marktweg gearbeitet.

Ariane Group will Zugang zum Weltall sichern

Eine wettbewerbsfähige Trägerrakete entwickeln will die Ariane Group (ehemals Astrium). "Wir wollen für Europa einen freien, unabhängigen Zugang zum Weltall sichern", sagte Standortleiter Oliver Ludwig.

Brexit hat Auswirkungen auf Faßberg

Was es für Schwierigkeiten geben kann, wenn Europa nicht zusammenarbeitet, bekommen die Faßberger übrigens am Tag der Bundeswehr am eigenen Leib zu spüren. Aus Angst vor dem Brexit werden weder der Freedom Train noch 200 historische britische Fahrzeuge auf den Fliegerhorst kommen.

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