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Faßberg Luftbrücke zum Anfassen
Celler Land Faßberg Luftbrücke zum Anfassen
16:41 07.09.2018
Von Christopher Menge
Luftbrücke zum Anfassen! Die Bürgermeister von Faßberg und Spandau, Frank Bröhl und Helmut Kleebank (9. und 10. v. l.) mit Zeitzeugen und Schülerinnen und Schülern des Hans-Carossa-Gymnasiums Berlin, mit Geschichtslehrer Jobst Herzig (ganz rechts), dem Leiter des Militärhistorischen Museums Flugplatz Berlin-Gatow Oberstleutnant Ralf-Gunter Leonhardt (in Uni-form), Oberstabsfeldwebel Paul Hicks, 1. Vorsitzender des Faßberger Fördervereins für die Erinne-rungsstätte Luftbrücke Berlin e. V. (4. v. l.) sowie Jörg Siebert und Dr. Thomas Keller (1. und 2. v. l.) aus Hamburg vom FÖRDERVEREIN LUFTBRÜCKE BERLIN 70 e.V.Luftbrücke zum Anfassen! Die Bürgermeister von Faßberg und Spandau, Frank Bröhl und Helmut Kleebank (9. und 10. v. l.) mit Zeitzeugen und Schülerinnen und Schülern des Hans-Carossa-Gymnasiums Berlin, mit Geschichtslehrer Jobst Herzig (ganz rechts), dem Leiter des Militärhistorischen Museums Flugplatz Berlin-Gatow Oberstleutnant Ralf-Gunter Leonhardt (in Uni-form), Oberstabsfeldwebel Paul Hicks, 1. Vorsitzender des Faßberger Fördervereins für die Erinne-rungsstätte Luftbrücke Berlin e. V. (4. v. l.) sowie Jörg Siebert und Dr. Thomas Keller (1. und 2. v. l.) aus Hamburg vom FÖRDERVEREIN LUFTBRÜCKE BERLIN 70 e.V. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Faßberg

Sie waren Kinder der Berliner Luftbrücke, zwischen 7 und 15 Jahren alt, Jahrgänge 1934 bis 1941. Als Zeitzeugen treffen sich die „alten Kinder” nun mit Schülern des aktuellen Abiturjahrgangs des Christian-Gymnasiums Hermannsburg und des des Berliner Hans-Carossa-Gymnasiums. Ihr Projekt: ein Dokumentarfilm, der im Juni 2019 bei Berlin Airlift 70 präsentiert wird. Schließlich haben Faßberg und Berlin seit der Luftbrücke eine besondere Verbindung.

"In den vergangenen Jahren engagierten sich Bürger beider Kommunen für neue Beziehungen der alten Partner. Weil Vergangenheit ohne Zukunft nicht denkbar ist, wollten wir diese Brücken der Freundschaft auch zwischen den Generationen errichten, Brücken zum Anfassen. Das ist uns gelungen”, sagte Faßbergs Bürgermeister Frank Bröhl anlässlich des Treffens am Wochenende auf dem Flugplatzfest Berlin-Gatow mit Berliner Zeitzeugen und Jugendlichen vom Hans-Carossa-Gymnasium Berlin. Es gehört seit dem Jahr 2000 zur Landstadt Gatow, die am ehemaligen Landeplatz der Kohleflieger aus Faßberg entstand. Helmut Kleebank, Bürgermeister des Bezirkes Spandau von Berlin, betonte: „Wir haben Faßberg wiederentdeckt und unterstützen auch diese Partnerschaft zwischen beiden Gymnasien hier und dort zum 70. Luftbrückenjubiläum von ganzem Herzen. Die gelebte Partnerschaft zwischen dem großen Spandau und der kleinen 7000-Einwohner-Gemeinde in der Heide ist schon einmalig." Damals sei die Relationen umgekehrt gewesen: 539.112 Tonnen heißbegehrte Kohle wurden während der Berliner Luftbrücke von Faßberg nach Gatow geflogen.

Die anwesenden Spandauer Zeitzeugen brachten immer wieder ihre große Dankbarkeit für die humanitäre, logistische und fliegerische Meisterleistung von Royal- und US-Air-Force zum Ausdruck. Sie erinnerten sich an die Kinderfeste auf dem Flugplatz Gatow, die regelmäßig von den Briten organisiert wurden. Und sie standen den Schülern des Hans-Carossa-Gymnasium drei Stunden lang Rede und Antwort, vereinbarten nächste Termine mit ihnen. Am Christian-Gymnasium Hermannsburg werden 21 Schüler außerdem mit Zeitzeugen vom Kohle-Startplatz Faßberg zusammentreffen.

Nicht zuletzt sind es auch die Randglossen aus der Geschichte der Luftbrücke, die das Projekt für die Jugendlichen so spannend macht: Die 10-Cent-Spenden von 25 Cent Taschengeld, mit denen Barbara Buve, damals in Washington, als Kind die Care-Pakete unterstützte; die vielen Kaffeebohnen, die Jörg Sonnabend im Wald bei Gatow aufsammelte, weil ein mit Rohkaffee beladener Flieger nicht ganz sicher landete und viel Ladung verlor. Die Eltern von Karin Rohde freuten sich, wenn die Kinder Kohlen mit nach Hause brachten, die schwer beladene Lkw vom Flugplatz aus in manch scharfer Kurve verloren hatten. Mercedes Wild schimpfte noch einmal auf die Jungs von damals, die immer die ersten waren bei den Candy-Fallschirmen. So hatte sie als Mädchen das Nachsehen und bekam ihren ersten Candy-Fallschirm erst 1989 von Gail Halvorsen persönlich überreicht.

Die Schulpartnerschaft zum Luftbrückenjubiläum wird vom Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin in Faßberg, vom Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe am Standort Faßberg, von der Gemeinde Faßberg und dem Bezirksamt Spandau von Berlin technisch, organisatorisch und auch finanziell unterstützt.

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