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Faßberg Millionen-Investitionen in Faßberg
Celler Land Faßberg Millionen-Investitionen in Faßberg
13:45 13.06.2010
Oberstleutnant Martin Weißenfels vopr dem Simulatorgebäude Quelle: nicht zugewiesen
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Faßberg

Ein hoher zweistelliger Millionenbetrag wird in den kommenden Monaten am Fliegerhorst in Faßberg investiert. „Wir werden für den NH-90 zwei neuen Halle errichten und zwei weitere Hallen umbauen“, sagt Kommandeur Oberstleutnant Martin Weißenfels beim Gespräch über die Zukunft des Fliegerhorstes. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen. Die Kosten bezifferte Weißenfels auf um die 50 Millionen Euro.

Schon weiter vorangeschritten ist der Flugsimulator, in dem die Piloten den Flug mit dem NH-90 trainieren werden. Das Gebäude ist schon fertig gestellt. Ab Mai wird der Simulator innen aufgebaut werden. „Wir rechnen mit einer Inbetriebnahme im November und liegen damit voll im Zeitplan“, sagt der Kommandeur.

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Die Verantwortlichen denken bereits über einen standortübergreifenden Einsatz des Simulators nach. Dabei wird das Gerät mit anderen Simulatoren für den Tiger- und den NH-90-Hubschrauber an anderen Standorten vernetzt. „So ist es möglich Einsätze im Verband zu üben“, nennt Weißenfels das Endziel.

Ab Juli dieses Jahres wird es dann auch nach langer Wartezeit den neuen Hubschrauber NH-90 für das Transporthubschrauberregiment 10 geben. Zunächst gibt es aber maximal zwei Hubschrauber. Einen Zeitplan bis alle Hubschrauber ausgetauscht werden liegt noch nicht vor. So wird es wohl noch eine Weile dauern bis die alte UH-1D wirklich außer Dienst gestellt wird und der NH-90 bereit für den Einsatz ist.

„Wir müssen mit dem NH-90 zunächst einen stabilen Flugbetrieb etablieren. Das bedeutet eine Testphase, um die Grenzen des neuen Hubschraubers kennenzulernen. „Bis jetzt hatten wir einen Hubschrauber mit Technik der 60er Jahre, jetzt bekommen wir einen fliegenden Computer. Das ist ein großer Schritt“, verdeutlichte Weißenfels die Umstellung für die Piloten und das Bodenpersonal.

Neben den Investitionen für die neue Technik bekommt der Standort auch noch Geld aus dem Konjunkturpaket II. Weißenfeld konnte den Betrag noch nicht beziffern. Das Geld soll aber auf jeden Fall dafür verwendet werden, die Unterkünfte der Soldaten auf Vordermann zu bringen.

Das Gebäude für den Flugsimulator ist schon fertig: Der Kommandeur der Heideflieger, Oberstleutnant Martin Weißenfels am Standort Faßberg. Foto: Harmening

Einsatz in Afghanistan

Im Kosovo haben die Heideflieger die Position als Leitverband abgegeben, doch weiterhin sind Soldaten aus Faßberg im Auslandseinsatz. Gerade die Bedrohungslage in Afghanistan hat laut Kommandeur Martin Weißenfels deutlich zugenommen. Und ab Mitte des Jahres wird es sicher nicht einfacher werden.

Dann nämlich werden die Heideflieger mit einigen Soldaten die sogenannte Quick Reaction Force (QRF) logistisch unterstützen. Seit Anfang 2008 hat die Bundeswehr die Aufgabe dieser Schnellen Eingreifkräfte von Norwegen übernommen. Die QRF ist so etwas wie die Feuerwehr der Truppe. Wenn es für andere Soldaten brenzlig wird, sollen die Männer der QRF sie raushauen. Es ist damit ein Kampfverband. Die Faßberger werden für Nachschub sorgen. Weißenfels gibt die Zahl der Soldaten vom Celler Standort mit bis zu zehn an.

Von Tore Harmening