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Faßberg Neue Wasserkunst im Norden
Celler Land Faßberg Neue Wasserkunst im Norden
17:30 31.07.2011
Das Modell von Hans-Peter Brammer aus Müden erinnert an die Zeit, da auf der Örtze noch geflößt wurde Quelle: Udo Genth
Müden (Örtze)

Die Betonung soll durch individuelle Skulpturen erreicht werden, die an Brücken oder anderen Flussquerungen installiert werden. Die Figuren sollen eine gemeinsame Grundidee erkennen lassen und von Künstlern aus der Region gestaltet werden. Die Wiedererkennung kann nach den bisherigen Ideen zum Beispiel durch eine farblich einheitliche Gestaltung erfolgen. Gleichzeitig sollen aber immer individuelle Merkmale enthalten sein, die zum Beispiel in einer Gemeinde vorzufinden sind.

Als Grundthema bei der Ausarbeitung soll die Geschichte der Flößerei aufgegriffen werden, die ihren Höhepunkt im 19. Jahrhundert fand. „1874 gingen 1946 Flöße die Örtze stromabwärts. Auch die

zahlreichen Umflutgräben der Örtze und die Rieselwiesen haben eine große Bedeutung für die Geschichte der Region“, schreiben die Verfasser des Steckbriefes. Die Fließgewässer seien ungewöhnlich für die Landschaft der Lüneburger Heide und zeugten von einer besseren Bodenbeschaffenheit der anliegenden Flächen.

Bei einem Themenabend in Hermannsburg vor einiger Zeit wurden erste Entwürfe bereits vorgestellt. Die Ideen waren meist abstrakter Art. Nicht vorgeschrieben wurde den Künstlern Verwendungsmaterialien für die Kunstobjekte. Demzufolge gab es zum Beispiel in Hermannsburg Arbeiten aus Holz aber auch Metall zusehen. Durch das Projekt versprechen sich die Verantwortlichen des Kulturraumes Oberes Örtzetal ein Angebot für Gäste und Einheimische, „das ermöglicht die Kulturlandschaft auf neue Art und

Weise zu entdecken und zu erleben.“ Gleichzeitig sollen die Skulpturen zur Stärkung der regionalen Identität beitragen. Die Ideengeber können sich auch vorstellen, die neuen Skulpturen mit bestehenden Themenrouten wie Flusswalderlebnis-Pfad zu verbinden, um so das bestehenden Angebot zu erweitern.

Im Kulturraum Oberes Örtzetal arbeiten die fünf Kommunen Bergen, Faßberg, Hermannsburg aus dem Landkreis Celle, sowie Munster und Wietzendorf aus dem Heidekreis seit 2002 zusammen. Der Schwerpunkt bei der interkommunalen Zusammenarbeit liegt auf der Projektumsetzung. Die Entwicklung und Umsetzung der Projekte ist Aufgabe von Projektgruppen. Vertreter der Bauämter übernehmen dabei die Rolle der Patenkommunen. Sie sind laut der Internetseite der Organisation Ansprechpartner für die Projektgruppen und unterstützen sie bei der Umsetzung. Für die Wasserkunst ist Rudolf Horst von der Stadt Munter Ansprechpartner. Er ist unter der Nummer (05192) 1303000 zu erreichen.

Von Tore Harmening