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Faßberg Politik diskutiert über richtigen Krippenstandort
Celler Land Faßberg Politik diskutiert über richtigen Krippenstandort
16:54 16.06.2010
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Faßberg

Die Nachfrage nach Krippenplätzen in Faßberg ist groß. Deshalb soll ein weiteres Angebot geschaffen werden. Beschlossen wurde ein Anbau an den Kindergarten Hasenheide, doch damit kann sich der Vorsitzende des Faßberger Bauausschusses, Uwe Bockelmann (CDU), nur bedingt anfreunden.

„Ich verstehe nicht, warum wir den Kindergarten nicht in die Schule verlegen, in der jetzt Räume wegen der Hauptschulschließung frei werden und so ein Gebäude weniger unterhalten müssen“, sagte Bockelmann als die Verwaltung die Pläne für die Krippe in Bauausschuss vorstellte. Auch über die Summe, die die Gemeinde dafür schultern muss, war der Bauausschuss erstaunt.

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Wie Wolfgang Granobs vom Bauamt berichtete, werden die Gesamtkosten auf 225000 Euro geschätzt. Sicher an Fördermittel bekommt Faßberg etwa 57000 Euro, so dass bei der Gemeinde derzeit rund 168000 Euro hängen bleiben. „Es gibt aber eventuell noch die Möglichkeit, weitere Mittel über die Landesförderung zu bekommen“, sagte Granobs. Derzeit ist das aber sehr unsicher. „Das ist doch eine ganz schöne Summe“, sagte Volker Nickel (CDU) auch wenn Einigkeit herrschte, dass die Krippe benötigt wird.

Die Verwaltung sieht den Umbau von Räumen in dem Schulgebäude nicht als Alternative. „Nach der Schließung der Hauptschule, werden Grund- und Realschule künftig als eigenständige Schulen betrachtet, die jeweils ihren Raum brauchen“, sagte Wolfgang Granobs. Zudem würde ein Umbau ebenfalls einiges an Kosten verursachen.

Carsten Beßler, Leiter des Fachbereiches Soziales im Faßberger Rathaus, sieht zudem pädagogische Gründe, die gegen eine Unterbringung der Krippe in der Schule sprechen. „Die Landesschulbehörde empfiehlt das nicht“, so Beßler. Schule sei zum einen sehr laut, zum anderen ist der Altersabstand zwischen Schul- und Krippenkindern zu groß, während in Kindergärten Verbindungen zwischen den kleinen und großen Kindern entstehen könnten. Dass in Hermannsburg die Krippe an die Schule im Örtzetal gebaut worden ist, stellt laut Beßler eine Ausnahme dar.

Zwei Wege entwidmet: Der Ausschuss empfahl in der Sitzung auch, die Entwidmung von zwei Wirtschaftswegen. die - wenn der Rat zustimmt - dann nicht mehr öffentlich sind. Es geht dabei um die Wege zwischen Hankenbostel und Haußelhof und von dort nach Gerdehaus sowie einen Weg an der Grenze zur Gemarkung Schmarbeck. Beide Wege sind aus Sicht der Verwaltung nicht notwendigerweise öffentlich, weil Anlieger ihre Grundstücke auch auf anderen Wegen erreichen können.

Von Tore Harmening