Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Faßberg So war das Mai-City-Festival
Celler Land Faßberg So war das Mai-City-Festival
16:22 19.05.2019
Die Jungs von "Rock'n'Roll Deputyz" haben unter anderem die Bühne gerockt. Quelle: Peter Scharfenstein
Fassberg

Klasse Bands, tolle Location, super Stimmung und dazu auch noch Traumwetter – beim Mai-City-Festival Faßberg zeigte sich der Gott des Rock ’n’ Roll in Bestform. Sieben Bands und ein Moderator im Bier-Anzug waren am Samstag auf der Open-Air-Bühne in Höchstform und rockten das gut aufgelegte Publikum. Um 18 Uhr ging es los, und gleich zu Beginn heizten die "Blues Bastards" aus Munster dem Publikum auf dem Rathausplatz in Faßberg so richtig ein. Den schon etwas betagten Jungs um Bandleader „Fritze“ Aßmann merkte man die pure Freude am Performen an. Ihre Botschaft „Wir haben den Blues im Blut“ sorgte für einen perfekten Festivalauftakt.

Coversongs von Lokalmatadoren "3PM"

Beim nächsten Act spielen Angela, Kai, Andreas und Steffen von der Celler Band "3PM" ihre gecoverten New-Wave-Rock- und Popsongs. Mit genial interpretierten Klassikern wie „Forever Young“ von Alphaville oder „Word Up“ von Cameo trifft die Band rund um Leadsängerin Angela Backhaus genau den Nerv des Publikums. Die „Alden Härn“ aus Unterlüß und Hamburg entern als nächste Band die Bühne und bringen mit „echter, handgemachter Rock- und Bluesmucke“ die Leute zum Grooven.

Gute Laune, Gute Musik und Top-Wetter: Besser hätte das Festival nicht laufen können.

"Donkeyhonk Company" kommt extra aus Bayern

Inzwischen ist der Rathausplatz rappelvoll und Fritze Aßmann von den "Blues Bastards", jetzt mit einem unglaublichen Anzug im Bierglas-Design bekleidet, kündigt als nächste Band die "Donkeyhonk Company" aus Aichach an. Den selbsternannten Outlaw-Independent-Rockern merkt man die Anstrengung ihrer 700 Kilometer Anreise nicht einen Moment lang an – im Gegenteil: Mit einer wilden, ungezügelten Mischung aus Folk, Blues und Punk legten die Bayern los und reißen das Publikum mit ihren fulminanten Versionen von bayerischen Kinderliedern förmlich von den nicht vorhandenen Hockern. Wie alle Bands des Abends tritt auch die "Donkeyhonk Company" ohne Gage auf. „Der Festival-Organisator Timo Lange hat uns angerufen und wir haben sofort unsere Teilnahme am Mai-City-Festival zugesagt, weil wir einfach gerne in Faßberg dabei sind“, erzählt Gitarrist und Leadsänger Peter Sedlmeyer.

Umsonst und draußen

"Getreu unserem Motto 'Umsonst und draußen' ist der Eintritt zum Festival für alle Besucher frei", sagt Lange und erzählt weiter: „Dies ist nur möglich, weil alle Helfer ehrenamtlich dabei sind und die Bands nicht für Gage, sondern aus Spaß am Spielen auftreten.“ Genau diesen Spaß hat als Nächstes auch "Local Shop". Die Zwei-Mann-Band ist zum dritten Mal beim Festival dabei. Mit perfektem, lupenrein gespieltem Elektro-Pop verschafft „Local Shop“ der eingefleischten Rock-Fraktion im Publikum eine kurze Atempause – aber auch wirklich nur eine kurze, denn die „Rock'n'roll Deputyz“ aus Lüneburg sind mit ihrer Hommage an die Legenden der Rockmusik schon im Anmarsch und bringen das Publikum mit eisenharten Gitarrenriffs zum Beben. Die „Deputyz“ machen unmissverständlich klar: „Wir sind born to be wild!“

Deutsche Texte zum Finale

Zum Abschluss kommen gegen 0.30 Uhr „Qunstwerk“ auf die Bühne. Von Müdigkeit ist bei den Rappern aus Ulm nichts zu spüren. Mit deutschen Texten und ausgefeilten Grooves bringen die fünf Musiker das Publikum noch einmal richtig in Stimmung, und mit in die Höhe gestreckten Armen feiern die Besucher bis zum letzten Song.

Von Peter Scharfenstein

Die Michaelkirche in Faßberg soll unter Denkmalschutz gestellt werden. Was passiert dann mit der Hakenkreuz-Glocke?

Christopher Menge 15.05.2019

Jung und Alt sollen am Samstag, 18. Mai, wieder ihr Haupthaar schütteln. Das Mai-City-Festival geht nach einer zweijährigen Pause in seine 13. Runde.

Christopher Menge 14.05.2019
Faßberg Erinnerung an Luftbrücke - Heidekartoffeln für Berliner Tafel

Am Tag der Bundeswehr soll in Faßberg ein Rosinenbomber mit Kartoffeln beladen werden. Diese werden dann wie bei der Luftbrücke nach Berlin geflogen.

Christopher Menge 14.05.2019