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Faßberg Eintauchen ins Mittelalter
Celler Land Faßberg Eintauchen ins Mittelalter
17:21 18.08.2019
Im Wildpark Müden gab es am Wochenende nicht nur Tiere zu bestaunen. Man konnte auch Schmieden über die Schulter gucken. Quelle: Denise Prier
Müden

Ganz im mittelalterlichen Gewand zeigte sich am Wochenende der Wildpark Müden. Handwerker wie Schmied, Laternenbauer und Holzschnitzer, aber auch Ritter, Schwertkämpfer und Gaukler hatten am Freitag ihre gut 20 Zelte aufgeschlagen und stellten verschiedene Abschnitte des Mittelalters dar. Mit Darbietungen unterhielten geschäftige Markt- und Rittersleute sowie ihr Gefolge am Samstag und Sonntag die Besucher des Tierparks.

Ritterkämpfe mit unterschiedlichsten Waffen

Die Gäste konnten an beiden Tagen vollständig in den mittelalterlichen Alltag eintauchen. So hatten die Besucher zwei Tage lang Zeit, sich auf der Bogenbahn selbst zu testen, nachdem „Lüer“ ihnen mit aller Ruhe die Technik des mittelalterlichen Bogenschießens erklärte. Sie wurden zudem Zeugen echter Ritterkämpfe, die mit den unterschiedlichsten Waffen ausgetragen wurden. Während der Verköstigung von mittelalterlichen Speisen und Getränken sorgte das „Duo Lautensang“ mit folkigen Melodien, Tänzen und Gesang für Spaß, tolle Stimmung und musikalische Unterhaltung im Lager. Und trotz des durchwachsenen Wetters schaffte es der „zweitweltbeste Gaukler Immernochfrank“ mit seinem losen Mundwerk, kleine und große Mittelalterfans zum Lachen zu bringen. Neben den geführten Fütterungen am Waschbär-, Wildschwein- und Elchgehege begeisterte die Eventfalknerei in mittelalterlicher Gewandung mit ihrer Flugschau.

Während am Samstag etwa 750 Besucher den mittelalterlichen Alltag kennenlernten, war der Ansturm am Sonntag sehr verhalten. Nur wenige wetterfeste Interessenten besuchten gestern den Markplatz. Parkmitarbeiter Mario Eggers machte dafür den morgendlichen Regenschauer verantwortlich. Auch Kunsthandwerker Miriam Poeppel und Jürgen Gnörich waren sich sicher, dass das graue Wetter Grund für die wenigen Besucher ist. „Die Leute überlegen morgens, ob sie überhaupt irgendwo hinfahren. Wenn es dann regnet, dann bleiben sie lieber zu Hause“.

Kinder sind Mittelalterfans

Seit einigen Jahren fahren die beiden schon aus Spaß auf Mittelaltermärkte. An diesem Wochenende boten sie echte „Kinderkurzweyl“ in ihrem Zelt an. Dort durften die kleinen Besucher Lederbeutel fertigen und Speckstein bearbeiten. „Die Idee zur 'Kinderkurzweyl' entstand daraus, uns die Märkte und das Material für unsere Mittelalterbesuche zu finanzieren. Alle Dinge, die wir anbieten, sind zu einem kleinen Obulus zu erstehen, denn wir wollen unter anderem ermöglichen, dass die Kinder es selbst von ihrem Taschengeld bezahlen können“, so Poeppel. Mit im Gepäck sind immer Ritter Linus (6) und Ritter Gabriel (8). Beide sind jetzt schon große Mittelalterfans und haben besonders Spaß am Bogenschießen. „Für uns ist das Interesse der Kinder besonders motivierend. Mittelalter ist, da wir beide ja hauptberuflich etwas anderes machen, ein Familienhobby geworden“, erzählt Miriam Poeppel.

"Im Mittelalter gab es auch schon schlechtes Wetter"

Und da verblüfft es nicht, dass sich das Angebot des Mittelalterfestes an die ganze Familie richtet. Während Stefan Müller (39) von einem „wundervollen Ambiente“ spricht und sein Kirschbier genießt, schäkert Tochter Lena mit dem Gaukler. "Ich würde immer wieder herkommen und das Fest besuchen. Da machen auch die paar Regentropfen nichts aus. Im Mittelalter gab es ja auch schon schlechtes Wetter", so Müller. Und nicht nur er, auch einige der Aussteller wie Bogenschützin, Bildhauerin und Töpferin Birka sowie Bogenschütze, Schwertkämpfer und Feuerschläger Askjell werden nächstes Jahr wieder nach Müden kommen.

Von Denise Prier

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