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Faßberg Mit Elchen auf Augenhöhe
Celler Land Faßberg Mit Elchen auf Augenhöhe
15:42 05.05.2019
Neuer Elch im neuen Gehege, 1 Jahr altes männliches Jungtier - fühlt sich sichtlich wohl. Das Tier stammt aus dem ehemaligen Tierpark Schorfheide, wurde dort „Hans-Günter“ genannt, ein neuer Name für das Tier wird noch gesucht. Quelle: Peter Scharfenstein
Müden

Elche in freier Natur gelten nicht unbedingt als besonders anspruchsvolle Tiere. "Hans-Günter" fühlt sich jedenfalls sichtlich wohl. Das Tier bewohnt jetzt das neue Elchgehege im Wildpark Müden. Am Samstag wurde es mit einer kurzen Einweihungsfeier und einem Rundgang eröffnet. Was die Anforderungen an ein artgerechtes Wildgehege für diese weltweit größte Art der Hirsche betrifft, sind die Ansprüche hoch. Thomas Wamser, Geschäftsführer des Wildparks Müden, hat sich dieser Herausforderung gestellt und das 22.500 Quadratmeter große Elchgehege des Wildparks einer gründlichen Sanierung und Neugestaltung unterzogen.

Vor geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung durchschnitten der Bundestagsabgeordnete Henning Otte und Thomas Wamser gemeinsam das symbolische rote Band zum Eingangstor des Geheges.

Authentische Begegnung mit den Tieren

In seinem Grußwort schilderte Wamser den Ablauf der sieben Monate andauernden Arbeiten und ging dabei insbesondere auf die neue Umzäunung des Areals ein. „Hauptteil der Sanierung war die Umfriedung des Geheges mit einem Zaun, der den strengen gesetzlichen Vorschriften entspricht und gleichzeitig den Parkbesuchern eine authentische und naturnahe Begegnung mit den Elchen ermöglicht“, erklärte Wamser. Dafür musste der Zaun unter anderem eine Mindesthöhe von zweieinhalb Metern aufweisen. Außerdem musste eine 50 Zentimeter tiefe Versenkung in den Boden erfolgen, um den Schutz der Elche vor Wölfen zu gewährleisten. Damit die Parkbesucher einen möglichst ungehinderten Blick in das Elchgehege haben, wurde für den Zaun ein besonders grobmaschiges und sehr feines Drahtgeflecht gewählt. Für einen vollkommen freien Blick auf die Elche wurden außerdem rund um das Gehege drei neue, großzügige Aussichtsplattformen errichtet.

Wildpark soll "fit für die Zukunft" sein

"Wir haben viel Geld in die Hand genommen, um den Wildpark Müden fit für die Zukunft zu machen", sagt Wamser. "Wir gehen davon aus, dass sich die Sanierungskosten von knapp 100.000 Euro durch höhere Besucherzahlen als lohnende Investition erweisen werden. Die Elche spielen als Besuchermagnet dabei eine zentrale Rolle." Die große Bedeutung des Müdener Wildparks im touristischen Wettbewerb hebt auch Volker Nickel, Ratsmitglied der Gemeinde Faßberg/Müden hervor. Als Vorsitzender des Förderkreises „NaturHeimat-Müden“ sieht Nickel in der Erneuerung des Wildgeheges einen wichtigen Schritt, um noch mehr Naturfreunde in den Wildpark zu locken. „Das diesjährige Frühlingsfest im März war mit einer überwältigenden Zahl an Besuchern bereits ein voller Erfolg. Und mit dem neuen, naturnahen Elchgehege gewinnt der Wildpark noch weiter an Attraktivität“, ist sich Nickel sicher.

Zum Ende des Rundgangs um das neue Gehege wagt Parkbetreiber Thomas Wamser noch einen interessanten Ausblick – passend zum Beginn der Sommersaison werden zwei neue „Elch-Damen“ erwartet. Wenn alles gutgeht, dürfe man sich also in Zukunft über Elchnachwuchs freuen. Vielleicht wird dann auch "Hans-Günter" Vater, dann allerdings unter anderem Namen. Ein neuer Name für das Jungtier aus dem ehemaligen Wildpark Schorfheide wird noch gesucht.

Von Peter Scharfenstein

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