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Faßberg Zukunft der Lerchenschule in Faßberg soll sich 2018 klären
Celler Land Faßberg Zukunft der Lerchenschule in Faßberg soll sich 2018 klären
16:35 19.01.2018
Von Christopher Menge
Der Platz der Luftbrücke erinnert an die herausragende Leistung der Faßberger. In diesem Jahr beginnen für Bürgermeister Frank Bröhl und sein Team die Vorbereitungen für die Veranstaltung 2019. Dann wird an das Ende der Luftbrücke vor 70 Jahren erinnert. Quelle: Oliver Knoblich
Faßberg

"Ich hoffe, dass wir die Verhandlungen mit der Bima (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) in diesem Jahr abschließen und der Rat dann eine Entscheidung treffen kann", sagt Faßbergs Bürgermeister Frank Bröhl. Während die Mehrheitsgruppe im Gemeinderat aus SPD, WGF und Grünen-Gruppe fordert, dass der Schulbetrieb der Grundschule Faßberg weiterhin in den Räumen der Lerchenschule stattfinden soll, würde die Verwaltung gerne, dass die Räumlichkeiten in Zukunft von der Bundeswehr genutzt werden. Die Grundschule könnte dann in die Peter-Härtling-Schule umziehen.

"Die Farbe der Backsteine ist nicht entscheidend, sondern, dass wir den Kindern eine moderne Schule bieten", betont Bröhl. "Diese muss auch noch in fünf bis zehn Jahren den Anforderungen genügen." Wenn man als Standort attraktiv bleiben wolle, sei die Schule von entscheidender Bedeutung.

Ebenso die Ortskernentwicklung, wie Bröhl ergänzt. Es sei wichtig, dass beispielsweise Edeka im Zentrum von Faßberg neu bauen könne und dass die Peach Property Group Häuser sanieren kann. Im vergangenen Jahr hatten Studenten ihre Ideen für Faßberg präsentiert. "Mehrere Gruppen haben darauf hingewiesen, dass das kulturelle und das wirtschaftliche Zentrum zusammengeführt werden müssen", sagt Bröhl.

Um der Bundeswehr und den Bürgern etwas bieten zu können, sei zudem die Modernisierung des Schwimmbades wichtig. Geplant ist die Installation einer Folienabdeckung und die energetische Sanierung. "Die Duschen und Toiletten sollen gleich mitangepackt werden", sagt Bröhl. Voraussetzung für die Umsetzung der Vorhaben ist allerdings, dass die Gemeinde Fördermittel erhält. Nach der Kündigung der Personalunion mit Hermannsburg ist auf jeden Fall schon genug Personal gefunden, das neue Ideen einbringt.

Wie in fast allen Gemeinden sind außerdem die Straßenausbaubeiträge Thema in Faßberg. "Die Bürger sind verunsichert", sagt Bröhl, der einen Fachanwalt in den Rat einladen will. Außerdem soll es im Frühjahr eine Infoveranstaltung für die Bürger geben. Geplant sind in diesem Jahr die Sanierung des Erika- und des Moorweges.

Ihre Schatten voraus wirft außerdem die nächste Großveranstaltung. Nachdem im vergangenen Jahr über 30.000 Besucher zum Tag der Bundeswehr nach Faßberg kamen, wird im kommenden Jahr an das Ende der Luftbrücke vor 70 Jahren erinnert. Die Vorbereitungen für das Projekt laufen.

In Faßberg wird mit einer Glocke zum Gottesdienst gerufen, auf der ein zwei mal zwei Zentimeter großes Hakenkreuz und ein Luftwaffenadler abgebildet sind – das ist nicht neu, sondern seit dem Bau der Michaelkirche im Jahr 1938 so. Neu ist aber, dass darüber kontrovers diskutiert wird. Nachdem die Glocke im vergangenen Jahr für einige Wochen geschwiegen hatte, ist sie seit dem Buß- und Bettag wieder in Betrieb. So hat es der Kirchenvorstand entschieden. Ein Unding, findet Hans-Dietrich Springhorn. Er ist der Sprecher einer Gruppe von zehn Faßbergern, die gegen den Erhalt der „Nazi-Glocke“ kämpft. Unterdessen sollen sich zwei Historiker mit dem Thema beschäftigen.

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