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Hambühren Auf den Hund gekommen
Celler Land Hambühren Auf den Hund gekommen
11:34 21.07.2016
Oldau

Alle zehn Kinder haben zu Hause einen Hund – vom Yorkshire-Terrier bis zum Golden Retriever ist alles mit dabei. Finn hat einen Labrador-Ridgeback-Mischling und gerät während der kurzen Vorstellungsrunde ins Plaudern. „Er ist allergisch gegen Trockenfutter, weil da Flöhe oder Läuse drin sind.“ Ganz sicher ist sich der kleine Hundehalter jedoch nicht. „Im Futter können Milben sein“, erklärt ihm Oliver Fülber. „Er bellt fast nie“, erzählt Finn weiter, „außer beim Spielen. Und er kann so doll pupsen, dass man es sogar oben im ersten Stock riecht.“ Das sorgt für Gelächter bei den Kindern. „Na klar, warme Luft steigt nach oben“, meint Oliver, der neben ihm sitzt. Er hat zu Hause einen Schäferhund-Jagdhund-Mix. Ob dieser genauso gut pupsen kann, bleibt allerdings unklar, denn die Kinder sind ja zum Lernen hier.

Dann werden gemeinsam die Unterlagen zum Bestehen des „kleinen Hundeführerscheins“ durchgegangen, wobei die Kinder viele Fragen klären können. Sie erfahren, wie man sich dem Hund gegenüber richtig verhält – sei es nun der eigene oder ein fremder Hund. Dazu gehört auch, ihn beim Fressen nicht zu stören oder zu streicheln. „Ihr wollt ja beim Spagettiessen auch nicht gestreichelt werden“, erläutert Fülber. Auf das Foto eines kleinen Kindes, das mit einem Hund spazieren geht, der so groß ist wie es selbst, reagieren die Kinder kritisch. Sie finden das zu gefährlich und haben damit vollkommen Recht, denn der Hund ist viel stärker, sodass das Kind im Zweifelsfall gar nicht einwirken könnte. „Frühestens mit 14 dürfen Kinder alleine mit dem Hund rausgehen“, mahnt Fülber. Vorher sei es sehr leichtsinnig, den Nachwuchs mit Bello, Hasso und Co. allein um den Block zu schicken.

Zum Schluss wird es spannend: Christine Fülber holt die beiden Hunde „Grobi“ und „Michl“, damit die Kinder zeigen können, was sie gelernt haben. Vorbildlich fragen alle vorher, ob sie den Hund streicheln dürfen, so wie es bei fremden Hunden gemacht werden soll. Dann lassen sie den jeweiligen Hund schnuppern und geben ihm einen Snack. Grobi hat schnell verstanden, dass es jetzt ganz viele Leckerchen gibt, und freut sich auf jedes Kind, das ihn begrüßen kommt. Danach dürfen die Kinder die Hunde ein paar Schritte an der Leine führen. Jan-Niklas ist der erste. Problemlos umrundet er mit Grobi bei Fuß die Gruppe. Dann steht das Herbeirufen auf dem Stundenplan. Als Jason es mit Grobi versucht, mischt Michl sich schließlich ein, sodass beide Hunde zu ihm laufen. Das Problem: Er hat nur ein Leckerli. „Entweder gar keins geben oder durchbrechen“, rät Fülber. Am Ende sind alle stolze Besitzer des „kleinen Hundeführerscheins“.

Stefanie Franke

Von Stefanie Franke