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Hambühren Familie geschockt über Fremde im Garten
Celler Land Hambühren Familie geschockt über Fremde im Garten
06:45 11.07.2019
Quelle: Klaus M. Frieling
Hambühren

Mitten in der Nacht liefen plötzlich drei dunkle Gestalten auf dem rückwärtigen Teil seines Grundstücks am Haus vorbei: Nach dem ersten Schreck hat ein 42-jähriger Hambührener in der Nacht zum Mittwoch die Verfolgung von drei Jugendlichen aufgenommen, die zuvor eine Palette Bier aus einem Kühlschrank in seinem Gartenhäuschen gestohlen hatten. Der Eigentümer verfolgte die 18 bis 20 Jahre alten Flüchtigen. Es gelang ihm, einen der Bierdiebe zu schnappen. Sogar die Palette mit den Dosen konnte der Mann aus dem Gewahrsam der Gauner retten. Die hinzugerufene Polizei hat inzwischen die Identität der Täter geklärt – sie kamen aus der Nachbarschaft.

So weit die etwas skurril anmutende Polizeimeldung. Doch was der vermeintliche Bagatellfall für die betroffenen Bewohner – Mann, Frau und 15-jährige Tochter – bedeutet, das wird daraus nicht deutlich. Neben allem Ärger sind sie erschrocken. Verunsichert. Und sie ziehen ihre Folgerungen aus der vermeintlichen Lappalie.

„Die sind direkt hier vorbeigelaufen“

Moderne Einfamilienhäuser, idyllisch grüne Gärten, hohe Hecken als Sichtschutz: Die Straße „Hohe Wegen“ in Hambühren verspricht angenehmes, ruhiges Wohnen. Dass zwischenzeitlich immer mal wieder etwas aus seinem Garten verschwand, hat der 42-Jährige, der seinen Namen nicht veröffentlicht sehen will, bislang immer als „Dumme-Jungen-Streich“ abgetan. „Wir reden hier über zehn bis 20 Vorfälle“, sagt er, als die CZ bei ihm zu Hause vorbeischaut. Doch jetzt hat er die Täter erstmals gesehen: „Die sind direkt hier vorbeigelaufen“, zeigt er aus dem Wohnzimmer auf die davor liegende Terrasse. Auf einmal sei das greifbar geworden: „Da ist jemand in mein Umfeld eingedrungen, den ich nicht eingeladen habe.“

Ungebetene „Besucher“ verfolgt

Ohne groß zu überlegen hatte er die drei ungebetenen „Besucher“ verfolgt, ein Reflex. Einen erkannte der durchaus stämmige 42-Jährige an seinem Sweatshirt auf der Straße wieder; den hielt er dann fest, brachte ihn zurück zum Haus. „In der Eile hatte ich mein Handy zu Hause liegen lassen.“ Dann wurde die Polizei verständigt, die auch die beiden geflüchteten Jugendlichen ermitteln konnte – einer durchaus polizeibekannt, alle alkoholisiert.

Die Familie ist geschockt. „Meine Tochter sagt, sie lässt ihr Fenster nachts nicht mehr offen.“ Bislang ist das Grundstück durch keinen hohen Zaun umgeben – das wird sich ändern. „Ich will ja eigentlich nicht wie im Gefängnis wohnen“, sagt der Hambührener. „Die verändern mein Leben.“

Diebstahl - und kein Einbruch

Die Tür zum Gartenhäuschen war geschlossen, aber eben nicht abgeschlossen. Juristisch gilt der ganze Vorfall deshalb als Diebstahl – wäre die Tür demoliert worden, wäre es Einbruch. Und auch das Diebesgut ist wieder da – die jugendlichen Täter hatten gerade mal zwei Dosen öffnen können, bis der Bestohlene sie aufgespürt hatte. „Auf dem Papier hat mir jemand zwei Dosen Bier gestohlen“, fasst der Betroffene ohne große Illusionen zusammen. „Befriedigend ist das für mich nicht ausgegangen.“

Der erwischte Jugendliche, gerade 18 Jahre alt geworden, klopfte übrigens nach der Vernehmung durch die Polizei noch einmal an der Haustür des Hambühreners an. Er hat sich für seine Tat entschuldigt.

Von Klaus M. Frieling

Ein 42 Jahre alter Mann hat in der Nacht zu Mittwoch drei Bierdiebe auf seinem Grundstück erwischt. Die Männer wurden identifiziert.

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