Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Hambühren „Verein bringt Menschen zusammen“
Celler Land Hambühren „Verein bringt Menschen zusammen“
11:27 24.05.2019
Von Simon Ziegler
Bekannt aus dem Schützenwesen: Edmund Hoffmann zu Hause in Oldau. Quelle: Oliver Knoblich
Anzeige
Hambühren

Der Beginn seiner Kandidatur war ein Paukenschlag: Von einer CDU-Schlammschlacht, Intrigen und persönlichen Attacken war die Rede, nachdem Ratsherr Edmund Hoffmann Parteichefin Barbara Kolkmeier ausgebootet hatte. Hoffmann selbst geriet in die Kritik, weil 27 Personen aus seinem direkten Umfeld in die CDU eingetreten waren, um ihn bei der Nominierung zu wählen. „Ich würde es heute nicht mehr so machen und so viele Mitglieder werben“, sagt Hoffmann im Rückblick, auch wenn alles legal gewesen sei. „Ich hatte nie damit gerechnet, dass es solche Wellen schlägt. Ich war schockiert, dass ich so angegriffen wurde.“

Viele Jahre Vorsitzender der Schützengesellschaft

Das Thema ist Vergangenheit, Hoffmann blickt in die Zukunft. Und die heißt Bürgermeister-Wahlkampf. Der 58-Jährige ist Hambührener durch und durch. Sein ganzes Leben hat er in Oldau gewohnt. Hoffmann – verheiratet mit Beate, zwei Kinder – ist ein bodenständiger Mann. Er ist stark verwurzelt in der Gemeinde. Lange Jahre war er Vorsitzender der Schützengesellschaft Oldau, noch heute ist er stellvertretender Vorsitzender des Celler Kreisschützenverbandes. Um die Vereine will er sich im Fall seiner Wahl als Bürgermeister besonders kümmern. „Ein Verein bringt Menschen zusammen“, sagt er.

Anzeige
Edmund Hoffmann ist in der Gemeinde stark verwurzelt.

Seit 2005 CDU-Mitglied

In der Lokalpolitik ist er seit einigen Jahren unterwegs. 2005 trat er in die CDU ein, seit 2006 sitzt er im Rat. Ein Grund, sich zu engagieren, waren damals die Straßenbeiträge. Hoffmann musste innerhalb von vier Jahren für zwei Straßen bezahlen, da er ein Eckgrundstück hat. Die Straßenbeiträge sind noch immer ein aktuelles Thema in der Gemeinde. „Ich bin für die Abschaffung der Beiträge“, sagt Hoffmann. „Es darf aber nicht über höhere Steuern finanziert werden, wir müssen eine andere Lösung finden.“

Arbeit am Flughafen Hannover

Der CDU-Kandidat arbeitet für die Bundespolizei am Flughafen in Hannover. Genauer gesagt: im Bereich der Personen- und Gepäckkontrolle. Gelernt hat Hoffmann Radio- und Fernsehtechniker, arbeitete anschließend elf Jahre als Zivilist bei der Bundeswehr in Celle und Scheuen, ehe er 1992 beim Flughafen anheuerte.

Organisator des Oktoberfestes

In der Gemeinde verfügt Hoffmann über einen großen Bekanntheitsgrad, was nicht nur an seinem Schützen-Engagement liegt. Seit sieben Jahren ist er stellvertretender Bürgermeister. Beim Besuch des Oktoberfestes in Grömitz an der Ostsee hatte er vor ein paar Jahren eine ziemlich gute Idee. „Das war Wahnsinn. So etwas kann man doch in Oldau auch machen“, dachte er sich. Hoffmann brachte den Schützen-Vorstand auf seine Seite und zog das Ding durch. Im ersten Jahr kamen 600 Besucher, irgendwann waren es 2400. In Oldau wird inzwischen das größte Oktoberfest im Kreis Celle gefeiert, die Veranstaltung geht ins achte Jahr.

Senioren im Blick

Politisch will Hoffmann sich als Bürgermeister um Senioren kümmern. „Wir brauchen bezahlbare Dienstleister, die den Senioren den Rasen mähen oder sie zu Ärzten fahren“, schlägt er vor. Er kann sich auch vorstellen, dass ein Rathaus-Mitarbeiter sich im Außendienst um die Belange der Senioren kümmert. Außerdem will er sich dafür einsetzen, dass Investoren „altersgerechtes und betreutes Wohnen an einem Standort anbieten“. Und auch im Bereich Tourismus will er Zeichen setzen. So soll zum Beispiel das Strandbad attraktiver werden.

Simon Ziegler 24.05.2019
Bürgermeister-Wahl - Vierkampf um die Herbst-Nachfolge
Simon Ziegler 24.05.2019
23.05.2019