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Hambühren Hambühren will Spielplätze schließen
Celler Land Hambühren Hambühren will Spielplätze schließen
15:28 12.03.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Hambühren

HAMBÜHREN. Hintergrund der Pläne sind die Kosten. Um die Finanzen in den Griff zu bekommen, muss die Gemeinde sparen. Im Hambührener Rathaus hofft man, durch die Schließung der Spielplätze einige tausend Euro im Jahr sparen zu können. Denn die Pflege von Klettergerüsten, Rutschen, Sandkisten und Co. ist teuer. Regelmäßig müssen Bauhof-Mitarbeiter die Geräte überprüfen. Kaputte Geräte müssen ersetzt werden. Müll wird gesammelt, Rasen gemäht. Dazu kommt: Die Flächen Rehschneise und Eichkamp sollen, wenn möglich, zu marktüblichen Preisen verkauft, also in Bauland verwandelt werden.

Die Hambührener Politik hat sich am Donnerstag vergangener Woche im Gemeindeentwicklungsausschuss hinter die Schließungsplätze gestellt. Einig sei man sich bei vier Spielplätzen gewesen, sagte Dieter Sawischlewski (FDP): beim Grillplatz in Oldau, bei den Plätzen Rehschneise/Hasenheide und Mobilheimplatz in Ovelgönne sowie am Eichkamp in Hambühren II. Der FDP-Politiker machte den Vorschlag, auch den Spielplatz an der Ahornallee „zurückzubauen“, wie es im Amtsdeutsch heißt. „Nur 200 Meter entfernt gibt es im Baugebiet Versonstraße einen neuen Spielplatz, der 80.000 Euro gekostet hat“, begründete Sawischlewski seinen Vorstoß. CDU und UFO hatten diesbezüglich noch Beratungsbedarf. Die Entscheidung fällt im Gemeinderat.

Unterstützung kommt auch von der SPD. „Die fünf Spielplätze werden nicht mehr so genutzt. Teilweise sind auch die Spielgeräte abgenutzt“, sagte Ralf Volz (SPD). Die zur Debatte stehenden Plätze seien in Gebieten, in denen heute vorwiegend ältere Bürger leben. Die Spielplätze in den Neubaugebieten würden hingegen gut genutzt. „Wenn man Kosten senken will, dann muss man auch bei den kleinen Dingen beginnen“, so der Sozialdemokrat.

In Hambühren gibt es 20 öffentliche Spielplätze. Unstrittig ist, dass in Gegenden mit vielen Einfamilienhäusern die Kinder heute die meiste Zeit im eigenen Garten spielen. Schaut man sich um, steht bald in jedem zweiten Garten ein Trampolin. Protest von Eltern, die sich gegen die Schließung der Plätze wehren, gibt es in Hambühren bislang nicht.

Mit der Überlegung, die öffentlichen Flächen für Kinder einzudampfen, steht die Gemeinde Hambühren nicht alleine da. So hatte auch der Winser Gemeinderat vor wenigen Monaten beschlossen, mehrere Spielplätze zu schließen und in Bauland zu verwandeln. In Winsen soll im geplanten Sportpark ein neuer Abenteuer-Spielplatz errichtet werden.

Das neue Baugebiet der Gemeinde Hambühren in Ovelgönne nimmt immer konkretere Formen an. Für die Hälfte der Grundstücke liegen Reservierungen vor, die ersten Notartermine stehen an. „Im Juni oder Juli sollen die Leute anfangen können zu bauen“, sagt Bauamtsleiter Niels Jürgensen auf CZ-Anfrage.

Simon Ziegler 07.03.2018

Lauter, fröhlicher Kindergesang, gemischt mit rhythmischem Klatschen und Trampeln, tönt am Montagvormittag aus der Aula der Grundschule Oldau. Von Müdigkeit ist nichts zu spüren. Die aufgeregten Schüler stehen in einem großen Kreis und lauschen den Erklärungen von einem ihnen unbekannten Herrn. Sein Name ist Ulrich Moritz und er ist aus Berlin angereist, um den Kindern und Lehrern einen Einblick in die Welt der Musik und Rhythmik zu geben. „Mein Workshop hat das Ziel, den Schülern die Angst davor zu nehmen, Musik zu machen und zu singen“, erklärt Moritz. Und so stimmt er das Lied vom Grashüpfer an, dessen Lieblingsbeschäftigung das Hüpfen ist. Es dauert nicht lange und die Erst- und Zweitklässler hüpfen, stampfen und singen begeistert mit. Nach gut zwei Stunden endet der Workshop für die Jüngsten. „Das Singen hat mir am meisten Spaß gemacht“, resümiert die sechsjährige Laura, während ihr Mitschüler Antonin findet, dass die Bewegung das Beste an dem Tag gewesen sei.

07.03.2018

Eine junge Frau wird ermordet, der mutmaßliche Täter steht fest, aber er muss nicht ins Gefängnis – der deutschlandweit beachtete Kriminalfall um die 1981 bei Hambühren getötete Frederike von Möhlmann hat den Erfurter Klaus Paffrath zu einem Buch inspiriert. „Frederike – Mord ohne Sühne“ heißt der Roman, der eng an den tatsächlichen Ereignissen angelegt ist.

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Simon Ziegler 02.03.2018