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Hambühren Jetzt soll auch Hambühren aufblühen
Celler Land Hambühren Jetzt soll auch Hambühren aufblühen
17:16 27.03.2018
Quelle: Anke Schlicht
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Hambühren

HAMBÜHREN. Selbstverständlich kommen Udo Kellner und Thomas Knobloch dem Wunsch nach, aber sie vertreten hier in erster Linie den Imkerverein Celle-Land und haben in dieser Eigenschaft noch mehr zu offerieren. Denn die Bienenzüchter haben eigens für die Hambührener zwei Spezial-Mixturen zusammengestellt, damit es in den kommenden Wochen und Monaten heißen kann: „Hambühren blüht auf“.

„Es gibt ja Flächen bei uns, die bestehen mehr oder weniger nur aus Rasen“, erläutert Initiator Ernst-Heinrich Fricke. „Hierfür haben wir als Imkereiverein eine Wildblumenmischung kreiert, die insgesamt 82 Arten enthält – Kräuter inklusive.“

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Sowohl der Vereinsvorsitzende Kellner als auch der Kassenwart Knobloch sind überrascht von dem Interesse, das den gesamten Vormittag über nicht nachlässt. „Ich habe den Eindruck, vielen Menschen ist aus eigenem Erleben klar geworden, dass es weniger Insekten und Vögel gibt“, fasst Knobloch im Laufe der Aktion seine Wahrnehmung in Worte.

„Fuhr man in den 70er und 80er Jahren Motorrad, dann war das Visier nach kurzer Zeit bedeckt von Insekten“, nennt der frühere Fahrschullehrer Kellner ein Beispiel. „Bereits innerhalb der 90er Jahre ließ dieses nach“, liefert der Bienenexperte eine zeitliche Einordnung. „Die Leute fragen sehr viel, wir sind wirklich positiv angetan, dass die Hambührener so interessiert und offen sind“, ergänzt Knobloch, bevor Dagmar Winter einen anderen Aspekt einbringt: „Ich finde es so traurig, wenn Gärten so tot aussehen“, sagt sie und nimmt dankend die Tütchen in Empfang. „Eine Wüste kann auch eine gepflasterte oder eine geteerte Fläche sein“, klinkt sich Kellner ein.

In dieser Weise entspinnen sich zahlreiche Dialoge. Hört man ihnen eine Zeitlang zu, ist viel Interessantes und Neues zu erfahren, denn beide Imkereivertreter sind Experten in Sachen Natur. Zwei Sätze können als Resümee des Vormittags gelten: „Die Leute wollen sich kümmern“, sagt Knobloch. Und Kellner ergänzt: „Wenn wir alle ein bisschen tun, erreichen wir viel.“ Beides in Kombination ergibt eine vielversprechende Mischung.

Von Anke Schlicht