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Hambühren Gemeinde reaktiviert Jugendarbeit
Celler Land Hambühren Gemeinde reaktiviert Jugendarbeit
13:30 31.01.2019
Von Simon Ziegler
Hambühren

Die Gemeinde Hambühren will im Sommer wieder einen Jugendpfleger anstellen. "Wir haben die Stelle zum 1. Juni im Plan vorgesehen", gab Bürgermeister Thomas Herbst im CZ-Gespräch bekannt. Gemeinsam mit dem neuen Jugendpfleger soll dann ein Konzept für die künftige Jugendarbeit erstellt werden.

"Ruine" seit März 2017 geschlossen

Eine Jugendarbeit findet in Hambühren bereits seit längerer Zeit de facto nicht mehr statt. Seit April 2017 gibt es keinen Jugendbeauftragten mehr, nachdem Knut Weinreich seine Tätigkeit beendet hatte. Im März 2017 war zudem die Ruine als Jugendtreff geschlossen worden, nachdem dort die Besucherzahlen zurückgegangen waren. Die dortigen Räume werden inzwischen von der Manfred-Holz-Grundschule für die Ganztagsbetreuung genutzt.

Konzept wird erarbeitet

Wie es konkret in der Hambührener Jugendarbeit weitergeht, ist unterdessen weiterhin unklar. Der Plan sah vor, dass Sozialpädagogik-Studentin Gianna Rieb im Rahmen einer Bachelor-Arbeit ein Konzept vorlegt. Das ist inzwischen geschehen. Rieb hat viele Kinder und Jugendliche nach ihren Wünschen und Bedürfnissen befragt. Jetzt liegt es an der Gemeindeverwaltung, was sie daraus macht.

Hambührener Jugendliche besuchen Winser Schule

Es sei nicht sinnvoll, bereits jetzt konkrete Pläne vorzulegen, sagte Herbst. Dies solle gemeinsam mit dem neuen Jugendpfleger erarbeitet werden. Herbst kündigte außerdem an, dass er mit den Nachbargemeinden Winsen und Wietze über eine Kooperation in Sachen Jugendarbeit sprechen will. Der Verwaltungschef verweist darauf, dass viele Kinder und Jugendliche aus Hambühren heute – anders als in früheren Jahren – bis zum Nachmittag in Winsen seien, weil sie die dortige Oberschule besuchen. Dort sei zudem ein attraktiver Sportpark geplant. Die Jugendarbeit in Hambühren müsse das berücksichtigen. Was die Zukunft der „Ruine“ betrifft, kann sich Herbst nicht vorstellen, „dass wir den Jugendtreff in der früheren Form weiterführen“.

SPD setzt sich durch

Mit der Ankündigung, wieder einen Jugendpfleger einzustellen, kommt die Verwaltung einer Forderung der Sozialdemokraten nach. Die SPD hatte im vergangenen Jahr beantragt, dass umgehend die Stelle eines Jugendpflegers ausgeschrieben wird. Im Zuge der Haushaltsberatung war der politische Beschluss gefasst worden, die Stelle in diesem Jahr wieder zu besetzen. Als Standort eines Jugendzentrums hatte SPD-Bürgermeisterkandidat Andreas Ludwig die ehemalige Haupt- und Realschule an der Versonstraße ins Spiel gebracht. "Ich bin für einen Mix aus verschiedenen Bausteinen", sagt Ludwig. "Wir brauchen einen Anlaufpunkt für Jugendliche. Ein Jugendpfleger muss aber auch an möglichen Brennpunkten in der Gemeinde präsent sein", so der Sozialdemokrat.

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