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Hambühren Kalli Struck muss Dankesfest verschieben
Celler Land Hambühren

Recyclinghof in Hambühren: Kalli Struck muss Dankesfest verschieben

16:07 16.04.2020
Von Simon Ziegler
"Schlimmer als der Brand": Kalli Struck freut sich zwar über die neue Halle, doch Corona bereitet große Sorgen. Quelle: Oliver Knoblich
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Hambühren

Gut ein Jahr nach dem verheerenden Feuer auf dem Recyclinghof Struck in Hambühren ist der Neubau der Halle abgeschlossen. "Wir pressen schon wieder Papier und Folie in der Halle", sagt Seniorchef Kalli Struck.

Millionenschaden bei Großfeuer

Bei dem Feuer am 11. Februar 2019 war ein Millionenschaden entstanden. Zwei Hallen brannten komplett nieder. Die Feuerwehr war tagelang im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Immer wieder flammte das Feuer auf; es war für die Einsatzkräfte sehr schwer, die brennenden Kunststoff- und Papierballen zu löschen. Die Brandursache konnte nie ermittelt werden. Die Hallen und die Papierpresse waren zwar versichert, "trotzdem werden wir auf einem Schaden von 400.000 Euro sitzenbleiben", so Struck.

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Da hilft auch keine Schutzmaske: Corona macht Kalli Struck einen Strich durch die Rechnung. Quelle: Oliver Knoblich

Die Betreiber des Recyclinghofes haben sich entschieden, dass statt zwei kleineren Hallen eine größere wiederaufgebaut wird. Kalli Struck wollte Ende des Monats ein Fest veranstalten, bei dem er sich bei seinen Partnern bedanken wollte. Seine Bank, seine Versicherung und viele Geschäftspartner "standen Gewehr bei Fuß, alle haben uns geholfen", so der Firmengründer.

Ein Bild der Verwüstung: So sah es nach dem Feuer auf dem Recyclinghof aus. Quelle: David Borghoff

Doch Corona macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Das Dankesfest kann nicht stattfinden. Dabei hatte Kalli Struck eine Menge vor. Eine Bühne sollte aufgebaut werden. Dort wollte der "singende Schrotthändler" auch sein neues Corona-Lied "Ich hab das so noch nicht erlebt" zum Besten geben. Zudem wollte er wieder Geld für das Celler Onko-Forum sammeln, das er schon lange unterstützt.

Neun Mitarbeiter in Kurzarbeit

Das Fest werde nachgeholt, versichert der Seniorchef. Die Corona-Pandemie stellt sein Unternehmen vor große Probleme. "Corona ist schlimmer als der Brand", sagt er mit Blick auf neun Mitarbeiter, die in Kurzarbeit geschickt werden mussten. Derzeit laufe der Betrieb auf Sparflamme. Es würden höchstens 50 Prozent der üblichen Menge an Wertstoffen angeliefert, die dann verarbeitet und entsorgt werden. "Es ist alles weniger geworden", sagt Kalli Struck, der seinen Optimismus aber nicht verloren hat: "Ich werde alle meine Mitarbeiter zurückholen, da kämpfe ich drum."

Simon Ziegler 06.04.2020
Christoph Zimmer 25.03.2020
Marie Nehrenberg-Leppin 20.03.2020