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Hambühren Carola Rackete wird auf Sizilien vernommen
Celler Land Hambühren Carola Rackete wird auf Sizilien vernommen
15:15 17.07.2019
Von Simon Ziegler
Carola Rackete aus Ovelgönne sei guter Dinge, sagt ihr Vater. Am Donnerstag steht für sie ein weiterer Gerichtstermin an. Quelle: Till M. Egen
Ovelgönne

Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete aus Ovelgönne hat am Donnerstag in Italien einen weiteren Gerichtstermin. Um 10 Uhr findet eine Anhörung in Agrigent auf Sizilien statt, bestätigte ein Sea-Watch-Sprecher der CZ. Gegen die 31-Jährige wird in Italien unter anderem wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung ermittelt. Eine Entscheidung, ob es einen Prozess geben soll oder ob die Vorwürfe fallen gelassen werden, wird die Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben aber erst nach dem Sommer fällen.

An geheimem Ort in Frankreich

Ihr Vater Ekkehart Rackete sagte der CZ, dass er vor ein paar Tagen mit seiner Tochter telefoniert habe. "Es geht ihr gut. Sie ist lustig und guter Dinge", sagte er. Carola habe sich einige Tage an einem geheimen Ort in Frankreich aufgehalten. Zum Verfahren sagte Ekkehart Rackete: "Es ist erstmal nur eine Anhörung. Die Frage wird sein, ob ein Verfahren eröffnet wird."

Unterdessen hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch Berufung beim Kassationsgericht in Rom – Italiens oberstem Gericht – Berufung gegen die Freilassung der Sea-Watch-Kapitänin eingereicht. Das berichteten italienische Nachrichtenagenturen.

Rackete: Klima-Flüchtlinge aufnehmen

Zuletzt gab es Schlagzeilen um Carola Rackete, als sie in einem Interview mit der Bild-Zeitung gefordert hatte, Europa müsse Klima-Flüchtlinge aufnehmen. Die Hambührenerin erklärte, dass heute kein Unterschied mehr zwischen verschiedenen Migrantengruppen gemacht werden könne. Der Zusammenbruch des Klimasystems sorge für Klimaflüchtlinge. "Wir kommen jetzt zu einem Punkt, wo es 'forced migration' gibt, also eine durch äußere Umstände wie Klima erzwungene Migration. Und da haben wir keine Wahl mehr und können nicht einfach sagen, dass wir die Menschen nicht wollen", so Rackete.

Migranten in Libyen helfen

Die Sea-Watch-Kapitänin forderte Europa zudem zur Aufnahme Hunterttausender Migranten auf, die sich derzeit in Libyen befinden. "Die, die in Libyen sind, müssen dort sofort raus in ein sicheres Land", sagte Rackete. "Wir hören von einer halben Million Menschen, die in den Händen von Schleppern sind oder in libyschen Flüchtlingslagern, die wir rausholen müssen." Ihnen müsse sofort bei einer sicheren Überfahrt nach Europa geholfen werden.

Ablehnung bei CDU und CSU

Racketes Forderung stieß auf gemischte Reaktionen. Bei den Linken gab es Zuspruch. Die evangelische Kirche bestätigte, dass der Klimawandel eine Fluchtursache sei. Nach Meinung des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) schieße dagegen "Frau ‎Rackete weit über das Ziel hinaus". Der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) nannte ihre Aussagen „verantwortungslos“.

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