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Hambühren Hoffen auf hohe Wahlbeteiligung
Celler Land Hambühren Hoffen auf hohe Wahlbeteiligung
17:00 15.06.2019
Von Simon Ziegler
Die Bürger haben am Sonntag die Wahl zwischen Andreas Ludwig und Carsten Kranz.
Hambühren

Kurz vor der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Hambühren deutet sich eine höhere Wahlbeteiligung als bei der Stichwahl vor acht Jahren an. Gingen damals lediglich vier von zehn Bürgern an die Urne, könnten es dieses Mal mehr sein. Indiz dafür ist die Briefwahl. Bis Freitag haben rund 800 Bürger im Rathaus Briefwahlunterlagen beantragt, das waren nur 80 weniger als bei der Direktwahl vor drei Wochen, sagte der stellvertretende Wahlleiter Ralph Peters.

Beide geben sich optimistisch

Am Sonntag sind genau 8586 Bürger ab 16 Jahren stimmberechtigt, den Nachfolger von Bürgermeister Thomas Herbst zu wählen. Die beiden verbliebenen Kandidaten Carsten Kranz (parteilos) und Andreas Ludwig (SPD) gaben sich gestern zuversichtlich. "Ich bin sehr optimistisch, meine Wähler wieder an die Urne zu bringen", sagte Kranz, der am 26. Mai mit 49 Prozent die absolute Mehrheit nur knapp verpasste. Ludwig seinerseits, der am Donnerstag Umweltminister Olaf Lies zum Bürgerdialog in der Heideblüte begrüßte, sagte, er habe nach wie vor ein gutes Gefühl. "Am Sonntag ist alles möglich." Der Sozialdemokrat hatte im ersten Wahlgang 21 Prozent der Stimmen geholt.

Sie verfolgten im Rathaus den Ausgang des ersten Wahlgangs gemeinsam: Kranz (links) und Ludwig.

Misstöne im Wahlkampf

Verlief der gesamte Wahlkampf bisher recht harmonisch, gibt es auf den letzten Metern doch noch ein paar Misstöne. Anlass ist ein Interview, das Ludwig gegeben hat. Die Hambührener müssten sich entscheiden, ob "sie einen erfahrenen und kompetenten Bewerber oder einen Azubi im ersten Lehrjahr wählen wollten", sagte der SPD-Kandidat. Kranz sei geschickt auf fahrende Züge aufgesprungen, etwa bei der Jugendpflege oder der Debatte um die Straßenbeiträge. Die Bürger würden sich im kommenden Jahr die Augen reiben, "was alles nicht geht".

Zwist zwischen Kandidaten

Kranz bezeichnete diese Äußerungen auf seiner Homepage als "stillos". Er sei weder unerfahren noch habe er von Dingen geredet, die er nicht einhalten könne. "Ich bin auch nicht geschickt auf fahrende Züge aufgesprungen, sondern habe bereits meine Themen und Ziele formuliert, als Herr Ludwig noch nichts Eigenes vorzuweisen hatte", konterte Kranz. Die Bürger müssten sich fragen, welcher Kandidat eher in der Lage sei, "über Parteigrenzen hinaus zu denken und wem sie es eher zutrauen, frischen Wind in die Hambührener Politik und Verwaltung zu bringen", sagte er.

Ludwig steht zu seinen Aussagen. "Das war nicht stillos, sondern zugespitzt. Seine Reaktion finde ich übertrieben", sagte er in Richtung seines Konkurrenten.

König und Bürgermeister

Wie auch immer die Wahl ausgeht, dieser Sonntag dürfte auf jeden Fall in die Hambührener Annalen eingehen. Denn in Hambühren ist Schützenfest. Hambühren bekommt am Sonntag also nicht nur einen neuen Bürgermeister, sondern auch einen neuen König.

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