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Hambühren Gefahren beim Feuerwerk erkennen und eindämmen
Celler Land Hambühren Gefahren beim Feuerwerk erkennen und eindämmen
16:56 28.12.2018
Von Marie Nehrenberg
Es gibt einiges zu beachten, damit um Mitternacht nichts ins Auge geht. Quelle: Oliver Knoblich
Ovelgönne

Zehn, neun, acht – während der Countdown am Silvesterabend vielerorts heruntergezählt wird, kreisen die Gedanken bei vielen um das, was war und das, was kommen wird. Andere genehmigen sich bereits ein Glas Sekt und bereiten sich innerlich schon auf das anstehende Feuerwerk vor. An Sicherheit denken in diesen finalen Sekunden des Jahres nur die wenigsten. Dabei lauern gerade in diesen Augenblicken einige Gefahren.

Nur geprüftes Feuerwerk

Die eigentliche Vorbereitung fängt schon beim Raketen-Kauf an. Feuerwerkliebhaber sollten unbedingt darauf achten, dass sie nur geprüfte Feuerwerkskörper kaufen und in die Luft schießen. Zu erkennen sind diese am CE-Zeichen und an der Registriernummer. Sie besteht aus einer vierstelligen Kennnummer der Prüfstelle, gefolgt von der Feuerwerkskategorie (F1 und F2) und einer fortlaufenden Nummer. Aus dieser Kennzeichnung ist ebenfalls das Mindestalter für die Benutzung zu erkennen. Knallkörper der Kategorie F1 sind ab 12 Jahren, für F2 muss die Volljährigkeit erreicht sein.

Selberbasteln ist strafbar

"Das größte Problem ist tatsächlich der unvorsichtige Umgang mit Böllern und Co", sagt Polizeisprecher Thorsten Wallheinke. Das Selberbasteln von Böllern sei nicht nur strafbar, sondern auch lebensgefährlich. Es drohe eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. "Gepaart mit Alkohol überschätzen sich einige und werden leichtsinnig", sagt Wallheinke. Außerdem seien aus Sicherheitsgründen in bestimmten Bereichen Feuerwerke verboten. „In der Celler Innenstadt sowie in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder-, Tier- und Altenheimen ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern untersagt.“ Für einen schönen Abend ohne Zwischenfälle und Verletzungen seien Rücksicht und Toleranz unabdingbar. "Da könnte man schon einige Katastrophen eindämmen."

Alkoholkonsum als Risikofaktor

Alkoholkonsum sieht auch Dr. Ewald Hüls, Chefarzt der zentralen Notaufnahme des AKH, als größten Risikofaktor. "Hin und wieder haben wir natürlich auch Patienten, die sich aufgrund von unsachgemäßer Handhabung Verbrennungen zugezogen haben." Das Gros der Verletzungen am Silvesterabend stünde aber in direktem Zusammenhang mit übermäßigem Alkoholgenuss. Und wenn doch mal etwas passiert, dann komme es auf eine gute Erstversorgung an. Das Deutsche Rote Kreuz rät, kleinere Verbrennungen sofort zu kühlen. Auf vermeintlich wohltuende Hausmittelchen wie Olivenöl oder Zwiebelsaft sollte aber unbedingt verzichtet werden.

Löschwasser immer zur Hand

Im Vorfeld der großen Knallerei sollte sichergestellt sein, dass alle Fenster und Türen des Hauses geschlossen sind, damit nicht versehentlich eine verirrte Rakete den Weg ins Innere findet. "Feuerwerkskörper, die ins Haus gelangen und dort andere Gegenstände entzünden, sind die größte Gefahr", weiß Olaf Rebmann, Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Celle. Es sei ratsam, immer einen Eimer mit Wasser griffbereit zu haben, um entstehende Brände durch Feuerwerkskörper umgehend löschen zu können.

Das eigene Limit kennen

Sowohl Wallheinke als auch Hüls und Rebmann halten es für entscheidend, das eigene Limit zu kennen, Herr seiner Sinne zu bleiben und die Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Dann stehe einem gelungenen Start ins neue Jahr inklusive bombastischem Feuerwerk nichts mehr im Wege.

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