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Hambühren Feuerwehr-Haus wird zum Politikum
Celler Land Hambühren Feuerwehr-Haus wird zum Politikum
14:18 08.02.2019
Von Simon Ziegler
Hambühren

Noch sind die Pläne zum künftigen Feuerwehr-Standort in Hambühren noch sehr vage, trotzdem wird das Thema bereits heiß diskutiert – dem Bürgermeister-Wahlkampf sei Dank. Nachdem CDU-Kandidat Edmund Hoffmann erklärt hat, eine Erweiterung des bestehenden Feuerwehrgerätehauses am Wildpfad sei besser als eine Übernahme der Landkreis-Immobilie "Feuerwehrtechnische Zentrale" (FTZ) durch die Gemeinde, hat der parteiunabhängige Einzelkandidat Carsten Kranz die Christdemokraten scharf kritisiert. "Die CDU lehnt eine für die Ortsfeuerwehr Hambühren und den Bauhof ideale und auf die Zukunft ausgerichtete Übernahme der FTZ ab", sagte Kranz, der derzeit noch Ortsbrandmeister der Hambührener Wehr ist.

Kranz: Standort ist ideal

Der Standort sei zentral und verkehrstechnisch günstig gelegen, erklärte Kranz. "Für die Hambührener würde sich das Warten auf eine Übernahme lohnen, denn das Gelände bietet genug Platz, um eine neue Fahrzeughalle zu bauen, hat zwei Zufahrten, ist komplett eingezäunt und bietet hervorragende Ausbildungsmöglichkeiten", führte er aus. Ein aufwändiger Umbau und die Erweiterung des bestehenden und bereits 30 Jahre alten Feuerwehrgebäudes im laufenden Betrieb "würde für die Ortsfeuerwehr hingegen eine unzumutbare Härte darstellen", sagte Kranz weiter.

Ausgangspunkt der Diskussion ist eine Stellungnahme von Bürgermeister Thomas Herbst. Er hatte gegenüber der CZ erklärt, dass es sich aus Sicht der Gemeinde anbieten würde, wenn die Hambührener Wehr in das Gebäude der Feuerwehrtechnischen Zentrale umzieht. Dort wäre auch Platz für den Bauhof, dessen Areal an der Allensteiner Straße zu klein ist. Das Gebäude gehört dem Landkreis Celle. Die FTZ wird nach Scheuen verlegt.

Ludwig: CDU-Vorschlag ist unverständlich

Auch bei SPD-Kandidat Andreas Ludwig stößt das CDU-Vorgehen auf Ablehnung. Es sei unverständlich, eine Nachnutzung durch Feuerwehr und Bauhof "ohne gewissenhafte Prüfung abzulehnen". Eine Nutzung des Gebäudes durch die beide Einrichtungen liege auf der Hand, erklärte Ludwig. Feuerwehr und Bauhof sollen nach Möglichkeit in der FTZ unterkommen.

Witting: FTZ-Areal favorisiert

Der parteilose Bewerber Peter Witting favorisiert ebenfalls das FTZ-Areal, wie er sagte. Festlegen will er sich aber noch nicht. "Es sollte auch darüber nachgedacht werden, ob Feuerwehr und Bauhof an einem der beiden jetzigen Standorte als Neubau zusammengelegt werden könnten", sagte er. Bei einer möglichen Übernahme der FTZ müsse allen Beteiligten klar sein, dass die Hambührener Feuerwehr dann noch mehrere Jahre mit der jetzigen Lösung leben müsse, gibt er zu bedenken.

Landkreis: Machen Gemeinde guten Preis

Landkreis-Sprecher Tore Harmening sagte auf Nachfrage, dass es zwischen Gemeinde und Landkreis erste Sondierungsgespräche, aber noch keine konkreten Ergebnisse gegeben habe. Wann die FTZ nach Scheuen zieht, sei noch unklar – nach derzeitiger Lage aber nicht vor 2024. Zum Verkaufspreis könne er nichts sagen. "Der Landkreis wäre aber bereit, der Gemeinde Hambühren einen guten Preis zu machen", so Harmening.

Die Immobilie des früheren Sportparks in Hambühren steht seit fast zwei Jahren leer. Der Eigentümer will das Areal verkaufen.

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